Marc Stein hat sich bei den Stuttgarter Kickers verabschiedet. Am 1. Januar 2025 steigt Lutz Siebrecht offiziell als Geschäftsführer bei den Blauen ein. Schon davor wird er Gespräche führen.
Noch ist Lutz Siebrecht nicht offiziell im Amt. Am 1. Januar 2025 beginnt seine Tätigkeit als Geschäftsführer Sport beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Deshalb hält sich der 57-Jährige auch noch mit Aussagen dezent zurück: „Ich freue mich auf die Aufgabe und bin voller Energie“, sagt Siebrecht. Mehr ist ihm nicht zu entlocken, dafür bittet er um Verständnis: „Ich muss mir erst ein Bild von der Gesamtsituation machen.“
Dass Siebrecht nicht wie sein Vorgänger Marc Stein als Sportdirektor firmiert oder wie in seiner ersten Zeit bei den Blauen von 2019 bis Oktober 2021 als Sportlicher Leiter, hat keine tiefer gehende Bewandtnis. Mit der neuen Begrifflichkeit soll vielmehr ausgedrückt werden, dass er insgesamt in Vereinsangelegenheiten stark eingebunden ist, einhergehend mit dem Grundgedanken eine dauerhafte Lösung darzustellen, auch über die Amtszeit von Präsident Rainer Lorz hinaus.
Bekenntnis zu Kickers
Die viel beschworene Kontinuität soll bei den Kickers endlich auch in die Tat umgesetzt werden. Dazu war ein unmissverständliches Bekenntnis von Siebrecht zu den Blauen unerlässlich. Soll heißen: Bei einem möglichen neuen Engagement seines Weggefährten aus gemeinsamen Geislinger Zeiten, Freundes und Nachbarn Markus Gisdol wird er ihn nicht begleiten. Anders als dies im Oktober 2021 der Fall war, als beide bei Lokomotive Moskau anheuerten, Siebrecht Knall-auf-Fall die Blauen verließ und so den Weg für Marc Stein frei machte.
Hierarchisch steht Siebrecht nun auf einer Ebene mit Geschäftsführer Matthias Becher, der weiter den administrativen Bereich verantwortet. Gut möglich, dass Siebrecht einen Assistenten an die Seite bekommt. Im Fall von Stein war dies Valentin King, der weiter für die Kickers arbeitet. Im Gespräch ist auch Julian Leist. Der Ex-Profi wird im Januar 2025 seine Ausbildung zur Trainer-A-Lizenz beendet haben, ist bei den Kickers als U-19-Co-Trainer und in der Fußballschule tätig.
Gespräche mit Wildersinn
Priorität eins dürften aber andere Gespräche haben. Erste Amtshandlung wird die Kontaktaufnahme mit Cheftrainer Marco Wildersinn sein, schließlich gilt es bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar 2025 noch Entscheidungen bezüglich des zu komfortabel ausgestatteten Kaders zu treffen. Aber auch ein Austausch mit Norbert Stippel, dem Sportlichen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), dürfte anstehen, möglicherweise auch mit Julian Schieber, der sich als Übergangskoordinator offenbar nicht besonders wohl fühlt in Degerloch – und natürlich mit seinem Geschäftsführerkollegen Matthias Becher.