Kickers-Trainer Marco Wildersinn: „Das zeigt einfach nur, dass es immer noch viel zu viele dumme Leute gibt.“ Foto: Pressefoto Baumann

Marco Wildersinn spricht auf der Pressekonferenz nach dem 0:0 in Offenbach eine rassistische Beleidigung gegen einen seiner Spieler an: „Das sind Dinge, die weh tun.“

Das Spiel vor 7417 Zuschauern am Bieberer Berg war intensiv, hitzig und umkämpft. Doch Marco Wildersinn, der Trainer der Stuttgarter Kickers, wollte bei der Pressekonferenz nach dem 0:0 im Regionallligaduell bei Kickers Offenbach zunächst gar nichts zu der Partie an sich sagen: „Es ist schwierig, das Spiel zu analysieren, weil nach dem Schlusspfiff ein paar Dinge passiert sind, die uns beschäftigt und bewegt haben.“

 

„Da fehlen mir die Worte“

Er meine nicht irgendwelche Provokationen, die ein Stückweit dazugehörten und mit denen jeder leben könne. „Es gab aber auch eine rassistische Beleidigung einem Spieler von uns gegenüber. Das sind Dinge, die tun weh. Da fehlen mir die Worte. Das macht es schwierig, klare Gedanken zu fassen“, sagte Wildersinn.

Das habe ausdrücklich nichts mit dem Verein Offenbacher Kickers zu tun. Offenbar kam die rassistische Äußerung beim Gang in die Kabine von der Tribüne. „Das zeigt einfach nur, dass es immer noch viel zu viele dumme Leute gibt, die da rumlaufen und so etwas tun. Das sind Dinge, die das Spiel überschatten für uns“, klagte der 45-Jährige.

„Ein absolutes No Go“

Der Leiter der Pressekonferenz stellte klar, dass das von Wildersinn Beschriebene „ganz und gar nicht gehe und wir das als Verein prüfen“. So etwas habe überhaupt keinen Platz im Fußball und überhaupt in der Gesellschaft. Das sei ein absolutes No Go. „Vielen Dank fürs Ansprechen“, sagte er in Richtung Marco Wildersinn, der die Art und Weise der Beleidigung nicht näher ausführen wollte und auch den Namen des betroffenen Spielers für sich behielt.

OFC-Caoch Kristjan Glibo sagte klipp und klar: „Hier im Stadion hat Rassismus nichts verloren. Wir werden das prüfen. Dazu hat der Verein eine ganz klare Haltung.“