Viele Besucher tragen auf dem Frühlingsfest Dirndl oder Lederhosen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Dirndl und Lederhosen erhitzen beim Stuttgarter Frühlingsfest immer wieder die Gemüter. Einige Besucher berichteten zuletzt sogar von einem Trachtenzwang in den Festzelten. Wir haben bei den Wirten nachgefragt.

Stuttgart - Am Wochenende beginnt das 80. Stuttgarter Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen. Vom 21. April bis zum 13. Mai werden wohl wieder mehr als eine Million Besucher auf das Gelände und in die Festzelte strömen, Bier aus Maßkrügen trinken, schunkeln und feiern.

Vor allem jüngere Besucher tragen dabei gerne Trachtenkleidung wie Dirndl und Lederhosen, an denen sich aber viele Stuttgarter stören, weil sie der Meinung sind, dass diese Outfits nichts mit der Tradition des Festes zu tun haben.

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Im vergangenen Jahr gab es während des Cannstatter Volksfests im Oktober einige Fälle, bei denen Besuchern ohne Tracht der Zugang zum Festzelt verwehrt wurde. Das betroffene Schwabenwelt-Festzelt steht nicht auf dem Frühlingsfest. Aber wie sieht es bei den anderen Wirten aus?

„Jeder kann kommen, wie er mag“

Beim Almhüttendorf seien Trachten kein Muss, erklärt die Betreiberin Trudi Renoldi. „Wir freuen uns aber, wenn Menschen in der Tracht kommen, weil es thematisch zu uns passt“, sagt sie. Keinen Trachtenzwang gibt’s beim Wasenwirt: „Jeder kann kommen, wie er mag“, erklären die Betreiber auf Nachfrage.

Das gilt auch für die Festzelte Göckelesmaier und Grandls Hofbräu Zelt: Es gebe keine Trachtenpflicht, heißt es auf Nachfrage. Im Göckelesmaier seien Dirndl und Lederhosen immerhin gern gesehen.

Wer also nicht in Dirndl oder Lederhosen feiern will, wird auf dem Frühlingsfest nicht aus den Zelten ausgeschlossen. „Wenn für einzelne Veranstaltungen eine Trachtenpflicht besteht, wird das auf der Homepage angekündigt“, sagt Jörg Klopfer, Pressesprecher des Frühlingsfests. Er betont, dass man zwischen Frühlingsfest und Volksfest trenne müsse: „Das Frühlingsfest ist kleiner, tagsüber kommen viele Familien, da darf jeder anziehen was er möchte.“

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