Im kommenden Jahr steht das Jubiläum an, dann findet das Stuttgarter Reitturnier zum 40. Mal statt. Ausgerechnet zu diesem Geburtstag reduziert ein Hauptsponsor sein Engagement.
Wenn im kommenden Jahr Geburtstag gefeiert wird, ist Andreas Kroll nicht mehr in Amt und Würden. Der Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart verlässt das Unternehmen – im Ruhestand wird er aber wohl eines bleiben: Großer Fan des Stuttgarter Reitturniers in der Schleyerhalle. „Das Turnier ist international einfach da“, sagte er zum Abschluss der 39. Auflage der German Masters, „und es wird immer noch wichtiger.“
Unvermindert ist auch der Zuschauerzuspruch. 53 900 Reitbegeisterte strömten an den vergangenen fünf Tagen in die Halle, da auch die Porsche-Arena während des Events genutzt wird, sagte Kroll: „Für das Hallenduo ist es die wichtigste Veranstaltung des Jahres.“ Aber eine, die ausgerechnet zum Jubiläum im kommenden Jahr einen ihrer Hauptsponsoren verlieren wird.
Am Sonntag jedenfalls kündigte Verena Laich an, dass die BW-Bank ihr Engagement im Rahmen des Reitturniers reduzieren wird. Das Unternehmen werde sich, ergänzte die Leiterin Sponsoring und Events, fortan auf die vier Qualifikationsturniere konzentrieren und in der Schleyerhalle die entsprechende Prüfung am Donnerstag weiter unterstützen (BW-Bank-Hallenchampionat). „Es ist ganz wichtig, dass die BW-Bank weiter zum Turnier steht“, sagte Andreas Kroll, aber natürlich habe diese Reduzierung auch „Auswirkungen“.
„Wir müssen Alternativen finden“, sagte Kroll und versicherte, man habe schon für das aktuelle und das Turner 2024 neue Partner gewinnen können. „Wir sind“, betonte er, „breit aufgestellt.“ Deshalb soll das Niveau des Turniers auch keinesfalls leiden. „Immer hoch“ gehalten soll das sportliche Level der German Masters, versprach Kroll und nannte auch die Messlatte für die künftigen Veranstaltungen: „Mindestens wie in diesem Jahr.“ Übrigens auch dann, wenn kein Eins-zu-eins-Ersatz der BW-Bank als Hauptsponsor gefunden werde.
Den Weltcup-Status haben die German Masters bis 2027 sicher, um eine Verlängerung werde man sich sicher bemühen, meinte Andreas Kroll. Denn: Der schon lange avisierte Neubau der Schleyerhalle ist nach wie vor nicht in Sicht. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir 2028 schon Bagger sehen werden“, sagte Kroll und berichtete dann noch mit „ein bisschen Wehmut“ von einer Überraschungsparty am Samstagabend zu seinem Abschied vom Reitturnier: „Es war klasse.“