Über das Ergebnis im Pokalfinale war Ermedin Demirovic enttäuscht. Auf seine bisherige Zeit beim VfB Stuttgart blickt er aber zufrieden zurück – und mit viel Liebe für den Club.
Natürlich war auch er enttäuscht über das Ergebnis im Endspiel des DFB-Pokals. Aber: Viel Zeit zu trauern hat Ermedin Demirovic ja ohnehin nicht nach dem 0:3 des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern am Samstagabend im Berliner Olympiastadion. Schon am Montagfrüh, um 6 Uhr, geht für den Bosnier die Reise weiter. Der Stürmer des VfB reist mit der Nationalmannschaft zur WM-Vorbereitung und dann zum Turnier, das am 11. Juni beginnt.
„Das ist einfach die Krönung dieser Saison“, sagte Demirovic in den Katakomben des Olympiastadions, „ich bekomme Gänsehaut, wenn ich daran denke oder darüber rede.“ Und dieses Highlight passt perfekt zu den vergangenen beiden Jahren, seit der Angreifer vom FC Augbsurg zum VfB Stuttgart gewechselt ist.
Demirovic ließ diese Zeit am Samstag ein wenig Revue passieren – und machte seinem Club dabei eine kleine Liebeserklärung. „Es macht unfassbar Spaß, für diesen Verein zu spielen“, sagte der 28-Jährige, „mit dem Wappen auf der Brust aufzulaufen, sich reinzuhauen – wenn man weiß, wie viele Fans hinter einem stehen.“ Im Rückblick sagte er zu seiner Wechselentscheidung vor zwei Jahren: „Es ist alles aufgegangen.“
Auch privat übrigens: Demirovic ist in der Zeit in Stuttgart Vater einer Tochter geworden, versteht sich super mit Deniz Undav und mit seinem alten Weggefährten Jeff Chabot sowieso. „Ich habe zwei Jahre hintereinander im DFB-Pokalfinale gespielt, habe in der Champions League, in der Europa League und spiele nächste Saison wieder in der Champions League. Es gibt gerade nur „top“ in meinem Leben“, sagte er, „es sind so viele schöne Sachen passiert, seit ich beim VfB bin.“
Auf diese Saison ist Ermedin Demirovic „richtig stolz“. Auch, weil er nach einer Verletzung stark und treffsicher zurückgekommen ist. Das ist in der Branche registriert worden. Aber von möglichen Offerten angeblicher Topclub weiß Demirovic nichts. Und will erst auch mal nichts davon wissen. Eben, weil er so am VfB hängt.
„Einen besseren Topclub als den VfB musst du erst mal finden“, sagte der Stürmer und betonte: „Es ist nicht so einfach, einen Topclub zu finden, bei dem es mir besser gehen würde als hier.“