Der Fußball-Bundesligist ist bereit, viel Geld für seine Stürmer auszugeben. Doch in den Verhandlungen um Deniz Undav geht es aktuell nicht voran – wir erklären, warum.
Die Verhandlungen stocken – und dadurch kommt der VfB Stuttgart in der Personalie Deniz Undav aktuell nicht voran. Dabei liegt das Angebot des Fußball-Bundesligisten auf dem Tisch. Auf etwa 23,5 Millionen Euro beläuft sich die Ablösesumme, die der VfB zuletzt Brighton & Hove Albion offeriert hat, um den Offensivspieler nach einem Jahr Leihe fest zu verpflichten.
Eine Reaktion aus England gibt es jedoch nicht. Bislang. Offenbar gehört es zur Pokerstrategie des Premier-League-Clubs, die Stuttgarter im Ungewissen zu lassen. Weder äußert man sich zum gebotenen Betrag noch zur gewünschten Summe für einen Undav-Transfer. Klar ist dagegen, dass der VfB nicht bereit ist, jeden Preis für den Publikumsliebling zu bezahlen. Und die Verantwortlichen an der Mercedesstraße in Bad Cannstatt beabsichtigen auch nicht, bis zum Ende der Transferzeit zu warten.
In den nächsten zwei Wochen soll Bewegung in die Geschichte kommen, die ohnehin schon komplex genug ist. Nach der erfolgreichen Vorsaison zog der VfB für 20 Millionen Euro die Kaufoption für Undav. Da Brighton aber über eine Rückkaufoption verfügte, banden sie den EM-Teilnehmer wieder an sich – für 25 Millionen Euro. Jetzt wird auf der Insel ausgereizt, wie weit die Stuttgarter gehen, um den Nationalspieler zu holen.
Finanziell wäre es ein neuer Rekordtransfer, nachdem erst an diesem Dienstag der Wechsel von Ermedin Demirovic (FC Augsburg) für 21 Millionen Euro plus Boni bestätigt wurde. So viel Geld wurde noch nie für einen VfB-Profi bezahlt. Bei Undav käme dann ein üppiges Gehaltspaket dazu, das die Verpflichtung bei einem Vierjahresvertrag auf ein Volumen von mehr als 50 Millionen Euro ansteigen lassen würde.
Leisten können sich das die Schwaben, die vor einer Champions-League-Saison stehen. Auch mittelfristig. Und noch immer setzen sie auf den Trumpf, dass Undav nicht nach Brighton zurückkehren will und diesen Unmut wohl in den Kader tragen würde. Bislang ignorieren die Engländer aber auch den Willen des bald 28-jährigen Spielers.