Durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit verliert der VfB am 28. Spieltag der Bundesliga mit 0:2 gegen Borussia Dortmund. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.
Der VfB Stuttgart kann seine Dominanz über weite Strecken des Spiels gegen Borussia Dortmund nicht in Tore ummünzen – und verliert am Ende durch zwei ganz späte Gegentreffer von den BVB-Profis Karim Adeyemi (90.+4) und Julian Brandt (90.+6) mit 0:2. Wie ordnen die Beteiligten das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Wir müssen den Dortmundern Respekt zollen. Sie waren über weite Strecken unter Druck – und haben trotzdem Stand gehalten. Es ist kein Zufall, dass sie heute drei Punkte mitnehmen. Das machen sie schon die ganze Saison, dass sie diszipliniert verteidigen und vorne ihre Situationen einfach nutzen. Was uns dagegen gefehlt hat, war die Effizienz bei den Abschlüssen. Diesen Vorwurf müssen wir uns heute gefallen lassen. Wir müssen aber positiv mitnehmen, dass wir zuhause schwer zu bespielen sind, gerade mit Blick auf das nächste Heimspiel am nächsten Sonntag gegen den Hamburger SV.“
BVB-Trainer Niko Kovac: „Das war eigentlich ein 0:0-Spiel, daher sind wir der glückliche Sieger. Dennoch haben wir die beiden Konter gut ausgespielt. Es war ein Spiel mit sehr wenigen Highlights. Der VfB hat die Partie in der ersten Halbzeit dominiert, hatte aber keine gefährlichen Abschlüsse. Wir wussten, dass es hier schwierig wird.“
VfB-Stürmer Deniz Undav: „Uns haben die Details gefehlt. Gegen so ein Team, das sich hinten reinstellt, wirst du dann am Ende eiskalt bestraft. Ich glaube, die Dortmunder haben selbst nicht mehr an einen Sieg geglaubt. Aber das zeichnet den BVB aus, dass sie in den entscheidenden Momentan da sind in dieser Saison. Ich kann kein Tor schießen, wenn ich keine Chance habe. Wir waren immer in so Halbpositionen, das hat nicht gereicht. Kompliment an Dortmund: Sie stehen hinten gut.“
BVB-Torhüter Gregor Kobel: „Die zwei Tore haben sehr gut getan, die Emotionen waren da bei uns. Das macht Spaß, wenn du so ein Spiel in der Nachspielzeit gewinnst. Wir waren aber zunächst nicht gut mit dem Ball, haben aber gut verteidigt. In der zweiten Hälfte war es ausgeglichener, da hatte der VfB auch nicht die klaren Chancen, da waren sie nicht mehr so zwingend. Die Defensive trägt uns in dieser Saison. Und wir wussten, dass sie anfällig sind bei Kontern.“
VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Es ist ein ganz bitterer Abend. Wir wollten nach der Länderspielpause schnell wieder unseren Rhythmus finden und den guten Weg der vergangenen Wochen weiter gehen. Doch wie brutal Fußball sein kann, das haben wir heute erlebt. Wir waren 90 Minuten feldüberlegen, hatten mehr Ballbesitz, haben mehr Zweikämpfe gewonnen und waren die aktivere Mannschaft – und haben dann vom BVB ein Lehrstück in Sachen Effizienz erhalten.“
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Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten Spieler des VfB Stuttgart mit einer detaillierten Einzelkritik bewertet. Übrigens: Auch Sie können hier die VfB-Spieler bewerten. Die Bilder zum Spiel haben wir in der Galerie für Sie zusammengestellt.