Kickers bejubeln Ausgleichstreffer von David Udogu (Mi.). Foto: Baumann/Julia Rahn

Nach dem 2:1 von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gegen den FC-Astoria Walldorf haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Samstag vor 3430 Zuschauern im Gazi-Stadion gegen den FC-Astoria Walldorf mit 2:1 gewonnen. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

 

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht und haben es in der zweiten Halbzeit dann besser gemacht. Das war eine tolle Reaktion gegen einen richtig guten Gegner. Wir wollten aggressiv sein, waren aber vor der Pause oft einen ersten Schritt zu spät, konnten die Bälle nicht behaupten und so kein Tempo entwickeln. In der zweiten Halbzeit haben wir die Flügel besser besetzt, was sich gleich beim Tor zum 1:1 auszahlte. Damit haben wir das Stadion zurückgeholt, dafür war einfach ein anderes Gesicht notwendig. Wir haben eine gute kämpferische Leistung gezeigt, auch wenn es nicht der Fußball war, den wir über 90 Minuten sehen wollen. Unser Sieg ist sinnbildlich für den Abnutzungskampf, den es in der Regionalliga dieses Jahr gibt, für den steinigen Weg, den man gehen muss.“

Andreas Schön (Walldorfs Trainer): „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben kaum etwas zugelassen und sind auch verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Nach der Pause haben wir es den Kickers zu einfach gemacht, wir haben sie mit dem Ausgleichstreffer zu schnell zurückgeholt. Die Zuschauer waren wieder da, die Spieler waren heiß, und wir hatten keine Kontrolle mehr über das Spiel. Wir haben nicht viel falsch gemacht heute, es war ein ordentliches Spiel von uns, das uns auch Mut gibt für die nächsten Wochen. Schon am Mittwoch haben wir unser Pokalspiel beim SV Waldhof Mannheim. Da fahren wir hin, um zu gewinnen.“

Maximilian Zaiser (Kickers-Spieler): „Ich weiß auch nicht, was in der ersten Halbzeit mit uns los war, wir waren gar nicht richtig auf dem Platz. Klar kam Walldorf mit breiter Brust, aber das darf uns so nicht passieren. Wir haben uns in der Pause gesammelt, dann ging ein Ruck durchs Team, zu dem auch die drei Spielerwechsel beigetragen haben. Mit dem schnellen 1:1 haben wir das Stadion mitgenommen und am Ende dann noch den Siegtreffer erzielt. Die Liga ist brutal – jetzt sind wir Neunter, haben aber nur zwei Zähler Rückstand auf Platz zwei.“

Marco Wildesinn bejubelt den Sieg. Foto: Baumann/Julia Rahn

Per Lockl (Kickers-Spieler): „Walldorf kam mit viel Selbstvertrauen, aber wir waren 45 Minuten lang einfach zu passiv, kamen nicht in die Zweikämpfe und waren auch nicht zwingend mit Ball. Das änderte sich nach der Pause. Wir liefen höher an, pressten viel intensiver, das zahlte sich aus. Dass ich nicht von Anfang gespielt habe, habe ich nach meiner Einwechslung in positive Energie umgemünzt. So muss es sein. Die Bank muss funktionieren.“

David Udogu (Kickers-Spieler): „So ist das Fußballleben, ich spiele erstmals nicht von Anfang an, mache dann aber mein erstes Saisontor, worüber ich sehr froh bin. Dieser frühe Treffer gleich nach der Pause hat uns beflügelt. Jeder einzelne hat noch einmal Energie draufgepackt und wir konnten das Spiel drehen. Das war enorm wichtig. Jetzt hoffe ich, dass unsere Fans die Partie in Aspach zum Heimspiel für uns machen.“

Nevio Schembri (Kickers-Spieler): „Das war ein Sieg des Willens. Nach der Pause brachten wir die Griffigkeit auf den Platz, die es braucht.“