Zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Pécs sind Fotos von Károly Méhes in der Galerie der Stadt Fellbach zu sehen. Vernissage an diesem Mittwoch.
Dieses Jahr steht ein Jubiläum im Zeichen der europäischen Verständigung auf der Agenda: Fellbach und Pécs feiern 40 Jahre Städtepartnerschaft. Was 1986 als erste Partnerschaft als „weltpolitisches Ereignis“ zwischen einer deutschen und einer ungarischen Kommune begann, war damals wie heute weit mehr als ein formaler Akt.
In einer Zeit politischer Teilung entstand eine Verbindung, die über den sogenannten Eisernen Vorhang hinweg Menschen zusammenbrachte und bis heute als Beispiel für gelebten Austausch, kulturelle Zusammenarbeit und grenzüberschreitende Freundschaft gilt.
Pécs kulturelle Vielfalt entdecken
Aus diesem Anlass zeigt die Städtische Galerie in Fellbach von diesem Mittwochabend an eine Fotoausstellung des ungarischen Fotografen und Autors Károly Méhes. Die Fotografien laden dazu ein, wie Pécs und Budapest, das Land Ungarn, aber auch weitere europäische Regionen aus einer persönlichen und künstlerischen Perspektive zu entdecken und die kulturelle Vielfalt dieser Orte neu zu erleben.
Nach der Begrüßung durch Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull spricht Zsófia Csobánci-Horváth, Vertreterin des Liszt-Instituts in Stuttgart. Es folgt eine Lesung aus Méhes Roman „Túl él?“ („Drüben Lebender“). Der Roman erzählt von einer Familie, die es so nicht mehr gibt, und thematisiert Erinnerung und Vergänglichkeit im Spannungsfeld zwischen Erinnerung und Vorstellung.
Abschließend gibt der Künstler selbst Einblicke in seine Arbeiten. Méhes beschreibt Fotografie als eine Form des Erinnerns an Orte, Stimmungen und Begegnungen.
Méhes wurde 1965 in Pécs geboren
Károly Méhes wurde 1965 in Pécs geboren und lebt heute dort sowie zeitweise in Budapest. Zwischen 1991 und 2022 veröffentlichte er 21 literarische Werke, darunter Gedichte, Novellen, zwei Romane und Märchenbücher.
Die Vernissage in der Galerie der Stadt Fellbach (Marktplatz 4) beginnt an diesem Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr. Die weiteren Öffnungszeiten bis 19. April: Dienstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.