Bei der Wahl zum Sport-Ass des Jahres 2025 gewinnt die Volleyballerin Milena Maurer vor dem Gewichtheber Niklas Käfer und dem Skispringer Julian Hillmer.
Bei der Sportlerehrung der Stadt Fellbach wurden am vergangenen Freitagabend 253 bronzene, silberne und goldene Ehrenblätter für sportliche Höchstleistungen verliehen – und das gleich für die beiden vergangenen Jahre, nachdem die Stadt aus Kostengründen die Ehrung nur noch alle zwei Jahre stemmen kann. Im Rahmen der diesjährigen Feier in der Festhalle Schmiden wurde außerdem das Sport-Ass der Herzen 2025 gekürt (siehe Artikel rechts) und das Ergebnis der Wahl zum Sport-Ass des Jahres 2025 verkündet. Milena Maurer von den Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Fellbach hat sich dabei vor dem Gewichtheber Niklas Käfer (SV Fellbach) und dem Fellbacher Skispringer Julian Hillmer (SC Degenfeld) durchgesetzt. Moderiert wurde der kurzweilige Abend von Sarah Schleehauf und Raphael Plato, außerdem begeisterten die Hip Hop Kids des TSV Schmiden und die Dance Academy des SV Fellbach zwischen den Ehrungsblöcken mit ihren Auftritten.
Die Anforderungen für die Ehrenblätter sind hoch
Wer von der Stadt geehrt werden will, muss einiges leisten. Bronze wird für einen Podestplatz bei süddeutschen Meisterschaften oder die Teilnahme an nationalen Titelkämpfen verliehen. 2024 war dies 76 Sportlerinnen und Sportlern aus Fellbach oder Fellbacher Vereinen gelungen, 2025 waren es 66. Silbern glänzt, wer bei deutschen Meisterschaften den zweiten oder dritten Platz erreicht oder an Europa- oder Weltmeisterschaften teilgenommen hat – 16 waren es 2024 und 26 im Jahr 2025. Für Gold muss es ein nationaler Meistertitel oder ein Platz unter den ersten drei bei Europa- und Weltmeisterschaften sein, eine Teilnahme an Olympischen Spielen oder ein anerkannter Welt-, Europa- oder deutscher Rekord. 2024 erfüllten 33 Athletinnen und Athleten die Kriterien für Gold, im vergangenen Jahr waren es 36.
340 Stimmen für Milena Maurer
Fast 1500 Stimmen wurden derweil für die Wahl zum Sport-Ass 2025 abgegeben. Auf Platz eins wurde mit 340 Stimmen die Volleyballerin Milena Maurer gewählt, die mit dem SVF in der vierthöchsten Liga spielt. Die 19-Jährige, die zum ersten Mal auf der Vorschlagsliste stand und mit ihrem ersten Aufschlag gleich den Titel gewann, ist damit Nachfolgerin von Yannick Zeitvogel vom TEV Rot-Weiß Fellbach. Die Sport-Ass-Ehrung findet im Gegensatz zur Sportlerehrung weiterhin jedes Jahr statt, allerdings jedes zweite Jahr nur im kleinen Rahmen im Fellbacher Rathaus. So auch 2024. Für Jonas Hanenberg, den Trainer der Fellbacher Regionalliga-Volleyballerinnen, hat Milena Maurer im vergangenen Jahr die größten Sprünge gemacht und sich zu einer echten Leistungsträgerin entwickelt.
Platz zwei für Niklas Käfer
Der zweite Platz mit 252 Stimmen ging an den jüngsten Kandidaten, den erst 15-jährigen Niklas Käfer von der Kraftsportabteilung des SVF. Auch er war erstmals für die Wahl nominiert worden. Im Gewichtheben beeindruckte er 2025 mit starken Auftritten und vielen Erfolgen. So wurde er unter anderem Dritter bei den internationalen deutschen Meisterschaften im Mehrkampf, zudem ist er Mitglied im deutschen Nachwuchskader 2.
Platz drei für Julian Hillmer
Julian Hillmer war im vergangenen Jahr bei der Sport-Ass-Wahl knapp an einem Podestplatz vorbeigeflogen, diesmal landete der Skispringer mit 171 Stimmen auf dem dritten Platz. Weil der 19-jährige Internatsschüler vergangene Woche aber mit der Schule beim Skifahren war, nahm sein Vater Andreas Hillmer stellvertretend die Auszeichnung entgegen.
Die Wahl ist auch eine Persönlichkeitswahl
Auf große Erfolge können alle zehn Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Sport-Ass 2025 verweisen. Von Siegen allein hängt der Titelgewinn aber nicht ab. „Es ist auch eine Persönlichkeitswahl, in der am Ende die oder der ganz oben steht, der die meisten Fans hat, die meisten Leute überzeugen konnte, ihn oder sie zu wählen, oder einfach am sympathischsten rüberkommt“, sagte Sportredakteurin Susanne Degel. Wie in der Politik müsse auch bei der Sport-Ass-Wahl ein bisschen Wahlkampf betrieben werden. Das erkläre, warum es Fellbachs erfolgreichste Sportlerin Darja Varfolomeev, Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik, erneut nicht aufs Treppchen schaffte.