Der vielfache deutsche Downhill-Meister Julian Steiner testet den Ehninger Pumptrack. Foto: Eibner-Pressefoto/Maxi Saier

Inoffiziell bereits seit den Sommerferien nutzbar, ist das Trendsportzentrum in Ehningen jetzt auch offiziell in Betrieb gegangen. Was Könner zu Skatepark und Pumptrack sagen.

Spektakuläre Übungen mit Namen wie „360 Kickflip“ über vier Stufen oder „Backside Kickflip“ am gleichen Hindernis waren nur einige der spektakulären Einlagen, die das staunende Publikum am Freitag in Ehningen zu sehen bekommen hat. Die Skateboard-Profis Lilli Werner, Kai Boblenz und Marvin Sauer und mit ihnen viele junge Ehninger hatten den Bogen raus bei der offiziellen Einweihung des neuen Trendsportzentrums an den Schalkwiesen am Nachmittag. Und auch Bürgermeister Lukas Rosengrün stürzte sich mit seinem Board mutig ins Getümmel.

 

Freilich nicht ohne vorher noch einmal kurz auf die etwas holprige und vor allem langwierige Entstehungsgeschichte des Areals mit Skateanlage und Pumptrack zurückzublicken. Fasste der Ehninger Gemeinderat doch bereits 2011 den einstimmigen Beschluss zum Bau einer solchen Anlage. Dann setzte ein jahrelanges Hin und Her über den Standort und die Kosten ein. „Ich bin ein bisschen stolz darauf, dass wir das hingekriegt haben“, zeigte sich Lukas Rosengrün nun auch im Angesicht der fast einzigen durchgehenden Sonnenstunde des Tages umso zufriedener. Über 600 000 Euro hat die Gemeinde Ehningen dafür in die Hand genommen, 240 000 Euro davon steuerte die Region Stuttgart bei.

Der Skatepark erfüllt einen Kindheitstraum

Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. „Ein toller sportlicher Treffpunkt über Generationen hinweg“, lobte Regionaldirektor Alexander Lahl eines von mittlerweile 300 mitfinanzierten Projekten aller Art in der Region, die Akzente in der Naherholung setzen. „Es geht um viel mehr als Skaten“, sagte Skatepark-Planer Ulf Glänzer. Die Anlage sei „herausragend in der Region“, auch weil sie so viele unterschiedliche Elemente enthalte, „dass es wirklich spannend bleibt“. Der Stuttgarter Moderator Phil Anderson sagte: „Das ist mein Kindheitstraum, hier waren Profis am Werk.“

Bürgermeister Lukas Rosengrün hat den Bogen mit dem Skateboard raus. Foto: Eibner/Maxi Saier

Direkt nebenan am Pumptrack übernahm Kollege Julian Steiner die Regie. Die Aufforderung „Lasst es krachen!“, ließ sich der 30-jährige Biker und vielfache deutsche Downhill-Meister nicht zweimal sagen. „Schwung aufbauen ohne treten ist das Geheimnis“, verriet er und flog auf zwei Rädern oder sogar nur einem förmlich um den Kurs. Als er dann auch noch die höheren Wellen gekonnt mit einem Bunny Hop übersprang, war ihm der Applaus der zahlreichen großen und vor allem kleinen Zuschauer so wie vorher den Skatern sicher. „Selbst als Profi kann ich hier Spaß haben“, bekam die Anlage auch von Steiner Bestnoten.

Besucher aus der ganzen Region Stuttgart in Ehningen

Inoffiziell bereits in den Sommerferien eröffnet, hat sich das bereits in der größeren Umgebung herumgesprochen. Von Besuchern nicht nur aus Ehningen, sondern auch aus den Nachbargemeinden, bis hin nach Schwieberdingen und aus der ganzen Region Stuttgart berichtete sichtlich zufrieden der Ehninger Schultes.