Nach dem 3:1 der Stuttgarter Kickers im WFV-Pokal-Viertelfinalspiel gegen den SGV Freiberg haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.
Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Dienstag vor 3780 Zuschauern im Gazi-Stadion das WFV-Pokal-Viertelfinalspiel gegen den SGV Freiberg mit 3:1 (1:1) gewonnen. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.
Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Speziell in der Anfangsphase, aber auch in der kompletten ersten Hälfte, hat man gesehen, welche Qualität Freiberg hat. Dass ist eine clevere und reife Mannschaft. Es ging darum, uns zu wehren. In der Anfangsphase haben wir uns oft in den Zweikämpfen abkochen lassen. Wir haben uns dann aber super ins Spiel reingekämpft. In der zweiten Halbzeit ist es ein komplett offenes Spiel, in dem wir unsere Chancen nutzen. Bei den Freiberger Möglichkeiten hat man die außergewöhnliche Qualität von Dorne (Anm.: Keeper Felix Dornebusch) gesehen, die wir ein Jahr vermisst haben. Auch die Jungs vor Dorne haben es gut gemacht, viel wegverteidigt gegen die wuchtigen, großen Freibergrer Spieler. Am Ende zählen die Tore. Ich finde diese haben wir uns durch Herz und Leidenschaft auch verdient. David Tomic entwickelt sich immer mehr zum Unterschiedsspieler, der bis in die Schlussphase immer gefährlich ist. Sein Tor ist ein Genierstreich. Aber die gesamte Mannschaft funktioniert derzeit sehr, sehr gut. Auch diejenigen, die reinkommen. Die Wechsel greifen ganz oft.“
Kushtrim Lushtaku (Freibergs Trainer): „Wir haben eine sehr, sehr starke erste Halbzeit gespielt und hatten genügend Chancen – vor dem 1:0, nach dem 1:0, nach dem 1:1. Wir müssen einfach die Dinger machen. Nach der Halbzeit gab es eine spielentscheidende Szene. Wir haben einen hundertprozentigen Elfmeter nicht bekommen, mehr Elfmeter geht nicht. Im Gegenzug bekommen wir das 1:2. Das Momentum war nicht auf unserer Seite. Und dann macht der Tomi (Anm.: David Tomic) so ein Traumtor – ausgerechnet gegen uns. Für uns heißt es jetzt Fokus auf Samstag und auf unsere Ziele in dieser Saison in der Liga.“
Marco Kehl-Gomez (Freibergs Kapitän): „Das war ein sehr intensives Spiel, ein offener Schlagabtausch. Die erste Halbzeit ging klar an uns, wir müssen mit einer Führung in die Pause gehen. Wir betreiben enorm viel Aufwand, aber die Kickers waren sehr effizient. Und Fußball ist nun mal ein Ergebnissport.“
David Tomic (Kickers-Spieler): „Wir haben uns in jeden Zweikampf reingehauen, die zweiten Bälle eingesammelt. Wir wollen weiter jedes Spiel gewinnen und am Ende möglichst den Pokal holen. Aber wir möchten auch in der Liga noch etwas reißen.“
Felix Dornebusch (Kickers-Torwart): „Wir hatten Respekt, aber keine Angst. Zu Hause waren wir der Favorit, und letztendlich haben auch verdient gewonnen. Jetzt stehen wir im Halbfinale – und da gibt es keine leichten Gegner. Dass wir jetzt ins Finale in unserem Wohnzimmer einziehen wollen, versteht sich von selbst.“
Mario Estasi (Freibergs Sportlicher Leiter): „Das ist eine ganz bittere Niederlage für uns. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr dominant und gehen auch in Führung, durch eine Unachtsamkeit bekommen wir den Ausgleich. Leider wurde uns ein klarer Elfmeter verweigert. Wir wären gerne weitergekommen. Wir wollten beides: Erfolge im Pokal und in der Liga.“
Christian Mauersberger (Kickers-Spieler): „Das sind die Spiele, für die man kickt. Wir haben alles auf dem Platz gelassen, daher bin ich unglaublich stolz auf unser Team. Vor der Pause hatten wir Probleme mit dem spielstarken SGV. Doch wir haben uns in dieses Spiel reingebissen. 2026 läuft’s richtig gut für uns, es macht richtig Spaß und wir ernten derzeit die Früchte unserer Arbeit.“