Beim 42. Bietigheimer Silvesterlauf wird es bei den Frauen und Männer neue Sieger geben. Die Veranstalter rechnen auf der leicht verkürzten Strecke mit Sonnenschein und rund 3500 Laufbegeisterten.
Für die einen ist es ein lieb gewonnenes Ritual, andere wollen mit einem besseren Gefühl den Jahreswechsel erleben – die Organisatoren des Bietigheimer Silvesterlaufs rechnen für die 42. Auflage mit rund 3500 Laufbegeisterten bei einem der größten Silvesterläufe Deutschlands. Ob Topläufer oder Hobbyathleten – alle unterziehen sich am letzten Tag des Jahres noch einmal einem Formtest und genießen frei nach dem Motto „Happy Running“ die ungezwungene, fröhliche Atmosphäre auf dem 10,5-Kilometer-Kurs durch Bietigheims Altstadt und die Enzauen.
Bis zum Ersten Weihnachtsfeiertag hatten sich bereits 2952 Einzelstarter und 48 Staffelteams angemeldet. Das sind fast 700 Meldungen mehr als im vergangenen Jahr zur selben Zeit. Vom Silvesterlauf-Boom profitiert auch der Charity- Partner: Mit jeder Anmeldung geht von Organisationsbeitrag direkt 1 Euro an die Bietigheim- Bissinger Tafel. Das Orgateam rechnet bis zum Startschuss am Dienstag um 14 Uhr durch Oberbürgermeister Jürgen Kessing mit bis zu 3500 Startenden – zumal auch die Wettervorhersage passt mit Sonnenschein und blauem Himmel.
Wer beerbt den verletzten Seriensieger?
Zu gerne hätte Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) sich den siebten Titel bei den Männern gesichert, aber Probleme mit der Hüfte hindern den 30-Jährigen an der Teilnahme in Bietigheim. „Ich komme wieder und hole mir meinen Titel zurück“, verspricht der gebürtige Schwarzwälder. Somit schlüpft Jona Bodirsky (TSV 05 Rot), der Zweitplatzierte des letztjährigen Silvesterlauf, in die Favoritenrolle. Bei einem Rennen über 10 000 Meter in Stanford/Kalifornien lief er mit 28:39,73 Minuten seine persönliche Bestzeit. Florian von Muschwitz aus Konstanz, der vor seiner Hochzeit noch Röser hieß, war unter dem Viadukt schon zwei Mal Dritter und ist aktuell im Halbmarathon mit 1:05:21Stunden gelistet.
Eine neue Siegerin wird es auch bei den Frauen geben, denn die schnellste Frau von 2023, Hanna Klein, ist nicht am Start. Ihr Kommen zugesagt hat dagegen die Deutsche Halbmarathon-Meisterin Esther Pfeiffer. Ein dritter Platz in Bietigheim ist die bisher beste Platzierung der Athletin vom TK Hannover. Mit den Zwillingen Deborah und Rabea Schöneborn (Marathon Team Berlin) sind zwei erfahrene Läuferinnen am Start, die ebenfalls für die vorderen Plätze in Frage kommen. Für eine Überraschung könnte Lisa Merkel (LAV Stadtwerke Tübingen) sorgen. Die U-23-Athletin glänzt mit guten Vorleistungen und hat mit der schnellsten 10-Kilometer-Zeit gemeldet. Zum Kreis der Favoritinnen zählen auch Mia Jurenka vom VfL Sindelfingen und Emily Junginger.
Streckenführung wurde geändert
Um die Anzahl der Überrundungen durch die Topläufer prozentual zu verringern, wurde die Streckenführung zum Vorjahr geringfügig geändert: Die Schleife um das Freibad wird nur noch in der zweiten Runde gelaufen. Somit reduziert sich die Länge der ersten Runde um 300 Meter auf 4,45 Kilometer. Die Gesamtlänge beträgt jetzt 10,5 Kilometer. Wer eine bestimmte Laufzeit anstrebt, sollte im Startblock nach den Pacemakern Ausschau halten. Anmeldungen sind weiterhin über das Online-Anmeldeportal bis zum Silvestertag um 12 Uhr möglich. Weitere Informationen unter www.bietigheimersilvesterlauf.de.