Die Juniorklassen starten im September. Foto: imago images/U. J. Alexander

Im nächsten Schuljahr starten landesweit die Juniorklassen. In Stuttgart sind 29 Klassen an 25 Standorten geplant – perspektivisch sollen es 41 Juniorklassen werden.

Weil immer mehr Kinder sprachliche Defizite aufweisen, führt das Land beginnend mit dem nächsten Schuljahr Juniorklassen ein. Sie ersetzen die bisherigen Grundschulförderklassen. In Stuttgart starten laut Stadtverwaltung 29 Juniorklassen an 25 Schulstandorten. Sukzessive soll sich die Zahl der Klassen auf 41 im Schuljahr 2028/29 erhöhen. Dann hätte in Stuttgart jede zweite Grundschule eine Juniorklasse. Landesweit soll es jede dritte sein, aber in Stuttgart werde der Bedarf für höher erachtet, so Anke Ebermann vom Schulverwaltungsamt im Schulbeirat.

 

Schulpflichtige Kinder mit intensivem Förderbedarf in der Sprache sowie Kinder, die kognitiv, motorisch oder sozial-emotional noch Förderbedarf haben, sollen die Juniorklasse besuchen – mindestens zwölf und maximal 20 Kinder seien pro Klasse vorgesehen. Sie erhalten dem Konzept zufolge 25 Unterrichtsstunden pro Woche und können optional am Ganztag teilnehmen. Wo die neuen zwölf Standorte eingerichtet werden, werde im Laufe dieses Jahres ermittelt, so Ebermann. Die Verteilung soll ausgewogen im Stadtgebiet sein.

Die Entscheidung, ob ein Kind in eine Juniorklasse kommt, treffe die Schulleitung der Grundschule des Schulbezirks, in dem dieses wohnt, berichtet die Mitarbeiterin für pädagogische Grundsatzfragen. Die Kooperationslehrkraft unterstützt die Schulleitung bei der Entscheidungsfindung. Bei manchen Kindern kann es sein, dass sie nach der Juniorklasse zur Einschulung einen Schulwechsel haben. Aber in Zukunft dürfte das seltener der Fall sein, wenn mehr Juniorklassen geschaffen worden sind. „Die Situation verbessert sich“, sagt auch die geschäftsführende Schulleiterin der Stuttgarter Grundschulen, Isabelle Hagel.