Oliver Blume wird ab Januar nicht mehr Porsche- und VW-Chef zugleich sein. Er gibt seinen Posten in Zuffenhausen ab. Foto: IMAGO/Sven Simon

Der Vorstandsvorsitzende von VW und Porsche äußert sich zum Thema Büropräsenz – und erklärt, wie viele Homeoffice-Tage er persönlich pro Woche als Orientierung passend findet.

Der scheidende Porsche-Vorstandschef Oliver Blume hat in der Homeoffice-Debatte seinen Standpunkt erklärt. „Ich bin der festen Überzeugung, dass es das Mannschaftsgefühl stärkt, wenn sich unsere Teams persönlich begegnen“, sagte der 57-Jährige im Interview mit unserer Zeitung.

 

„Persönlich halte ich einen Homeoffice-Tag pro Woche als Orientierung für eine gute Flexibilität bei gleichzeitiger Förderung der Teamkultur“, so Blume, der seine Doppelrolle als Volkswagen- und Porsche-Chef vom 1. Januar 2026 an in einer schweren Krise aufgibt und sich dann vollständig auf die Leitung des VW-Konzerns konzentriert. Beim Sportwagenbauer aus Zuffenhausen seien derzeit bis zu zwölf Tage Mobiles Arbeiten pro Monat möglich, das könne jeder Bereich individuell organisieren.

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„Wer einmal die Freiheit des Homeoffice hatte, gibt sie ungern wieder her“, weiß Professor Stephan Böhm von der Universität St. Gallen. Deshalb sollten Unternehmen aus seiner Sicht Leitplanken setzen, die Feinsteuerung aber den Teams überlassen, so Böhm im Interview mit unserer Zeitung.

Vergangene Woche hat unsere Zeitung über eine Liste mit Sparplänen bei Porsche berichtet, auf der auch der Punkt „Anpassung Mobiles Arbeiten/Homeoffice“ auftaucht. Des Weiteren werden unter anderem ein „Personalabbau im Angestelltenbereich“ und die Streichung von Einmalzahlungen und Jubiläumsleistungen erwähnt.

Der Vorstand strebt demnach vor allem an den Standorten Zuffenhausen und Weissach massive Einsparungen an. Die Verhandlungen zwischen ihm und dem Betriebsrat könnten Wochen oder gar Monate dauern.