Der Fennek 6x6: in allen Breichen groß gedacht. Foto: sto

RB Expeditions präsentiert auf der CMT in Stuttgart eine Kreuzung aus Luxuswohnmobil und Offroad-Lkw. Es ist das teuerste Ausstellungsstück und kostet rund 1,2 Millionen Euro.

Dieses Fahrzeug ist ein gewaltiges Statement auf sechs Rädern. Bis auf ein Gesamtgewicht von 33 Tonen lässt sich dieser zehn Meter lange sandfarbene Koloss beladen. 520 PS hat der Basis-Lkw auf dem Kasten, ein MAN TGS. Dazu eine lenkbare Hinterachse innerhalb des Allradsystems. „Bereit für jedes Terrain – von marokkanischen Dünen bis zu sibirischem Geröll“, wie es in der Infobroschüre über die Einsatzmöglichkeiten heißt.

 

Der Fennek 6x6 ist in allen Bereichen groß gedacht. Dazu gehört auch der Preis. Das CMT-Ausstellungsstück ist für 1,177 Millionen vom Stand weg zu haben und damit das teuerste Messe-Fahrzeug. Und dabei ist schon der Messerabatt für das 9000 Testkilometer gefahrene Expeditionsmobil eingerechnet. Gänzlich unberührt kostet das Offroad-Monster 1,574 Millionen Euro.

Simon Reimers hat zusammen mit seinem Bruder den Fennek entwickelt. Foto: sto

Luxus und Abenteuer soll dieses Fahrzeug vereinen. So wollen es die Brüder Simon (29) und Luca (30) Reimers, die hinter dem jungen Unternehmen stehen, das sich erstmals auf der CMT präsentiert. Der Nachwuchs des Reisemobilhändlers Reimers aus Itzstedt bei Hamburg hat eine so noch nie gesehene Kreuzung aus mondänem Wohnmobil und Offroad-Truck auf den Markt gebracht.

Ein abenteuerliches Statussymbol

Die Idee für diese neue Kombination ist in Gesprächen mit Besitzern von Luxus-Wohnmobilen entstanden. „Die sagten uns, dass für sie das Thema mit den Premium-Campern ausgereizt und langweilig geworden sei“, berichtet Simon Reimers von der Entstehungsgeschichte der Marke RB Expeditions. Gegen das abenteuerliche Statussymbol Offroad-Truck wiederum sprach für dieses Klientel bisher aber die puristische Einrichtung solcher Geländetrucks. Jetzt nicht mehr – dank Fennek, benannt nach dem nordafrikanischen Wüstenfuchs.

Geld spielt bei dieser Klientel offenbar eine eher untergeordnete Rolle. Da wäre zum Beispiel das Ehepaar aus Finnland, das auf der CMT großes Interesse an einer kleineren 4x4-Version angemeldet hat, bei der vier von vier Rädern angetrieben werden. Vor dem Vertragsabschluss müssen jetzt noch Details abgestimmt werden. Dann kann der Bau beginnen. „Jedes Exemplar ist eine Sonderanfertigung“, erläutert Simon Reimers.

Mit dem Traumfahrzeug auf die Traumreise

Hinter jedem potenziellen Käufer steckt auch eine ganz persönliche Geschichte. Die finnischen Interessenten zum Beispiel wollen ihren Ruhestand gleich mit zwei wahr werdenden Träumen beginnen. Mit dem Traumauto wollen sie ihre Traumroute abfahren und diese Reise in vollen Zügen genießen. „Sie haben sich drei Jahre gegeben, um die 48 000 Kilometer lange Panamericana von Alaska bis Feuerland abzufahren“, weiß Simon Reimers.

Und dann gibt es den deutschen Unternehmer, dem der ausgestellte Fennek 6x6 nicht groß genug ist. Jetzt geht es um die Produktion einer 8x8-Version. Der Interessent will das Gefährt zu seinem zweiten Wohn- und Firmensitz machen, um vom Luxus-Truck aus über Monate hinweg seine Geschäfte online zu leiten. Das passende Fahrzeug dafür würde übrigens rund zwei Millionen Euro kosten.