Der Offensivspieler des VfB zieht mit Marokko ins Endspiel um den Afrika-Cup ein – und jubelt nach einem nervenaufreibenden Halbfinale ausgelassen.
Bilal El Khannouss steht vor einem nicht-alltäglichen Highlight: Der Offensivakteur des VfB Stuttgart spielt am Sonntag beim Afrika-Cup um den Titel – im Finale geht es um 20 Uhr mit Gastgeber Marokko im Stade Prince Moulay Abdallah in Rabat gegen die Mannschaft des Senegal.
Das Endspiel-Ticket lösten die Marokkaner am späten Mittwochabend in einer engen Partie gegen Mitfavorit Nigeria: Weder nach 90 Minuten noch in der Verlängerung fielen trotz marokkanischer Überlegenheit Tore, sodass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Hier hatten die „Löwen vom Atlas“ die besseren Nerven und gewannen mit 4:2. El Khannouss bejubelte den Sieg zu diesem Zeitpunkt in der Zuschauerrolle: Er hatte in der Anfangsformation gestanden und war nach 84 Minuten ausgewechselt worden.
Marokko gewann den Afrika-Cup zuletzt 1976
Jubel und Freude waren im Anschluss riesig – auch beim Stuttgarter Profi, der sich über das sozialen Netzwerk Instagram an seine Fans wandte: „Was für ein Abend. Jetzt ein letzter Gang alle zusammen.“
Die Titel-Sehnsucht in Marokko ist riesig: Zum ersten und bislang letzten Mal gewann das Land den Afrika-Cup vor genau 50 Jahren. Jetzt soll mit dem Heimvorteil im Rücken der zweite Erfolg her – und Bilal El Khannouss wird am Sonntag auf der großen Bühne mittendrin sein.