Pleite in der Alten Försterei
: Stuttgart und Woltemade patzen in Berlin

Die Rückkehr nach Berlin verläuft für den VfB Stuttgart drei Monate nach dem Gewinn des DFB-Pokals anders als geplant.
Von
Emanuel REINKE
Stuttgart
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  • Nick Woltemade: In Berlin gelang ihm kein Tor – der VfB unterlag Union mit 1:2.

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  • Beten für Punkte? Union startet mit göttlichem Beistand in die Saison – vor dem Duell mit dem VfB kann etwas Hilfe von oben ja nicht schaden.

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  • Union-Coach Steffen Baumgart im DAZN-Interview vor dem Saisonauftakt gegen den VfB.

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  • VfB-Torhüter Nübel und seine Kollegen betreten den Rasen, um sich vor dem Anpfiff aufzuwärmen.

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  • VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wirkt vor dem Spiel entspannt – ganz die Ruhe vorm Anpfiff.

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  • Berlins Rani Khedira und sein Team betreten das Stadion.

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  • Mit voller Choreo voraus: Die Berliner Fans liefern zum Saisonstart gleich mal optisch ab

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  • Schwäbische Antwort in Blockform: Auch die Stuttgarter Fans hatten eine Choreo im Gepäck – und hielten auf den Rängen ordentlich dagegen.

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  • „Halt dich an deiner Liebe fest“ – mit diesem Banner zeigten die Union-Fans vor Spielbeginn einmal mehr, was Fußball in Köpenick bedeutet.

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  • In Berlin glaubt man an mehr als nur große Gefühle – die Choreo der Union-Fans macht klar: Heute soll ein Sieg her.

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  • Die Berliner Fans sorgen für Stimmung – und für einen echten Konfetti-Regen.

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  • Doch zu viel des Guten: Der Schiedsrichter unterbricht die Partie für sechs Minuten...

     
  • ...weil ein Laubbläser ran muss, um das Konfetti vom Rasen zu pusten.

     
  • Union-Keeper Rönnow entfernt Konfetti von den Stutzen – der Spielbeginn verzögert sich.

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  • Zwei Männer mit Laubbläsern befreien den Rasen vom Konfetti der Union-Fans.

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  • VfB-Fans zeigen ein riesiges Transparent mit der Aufschrift „Pokalsieger“. Man kann nur hoffen, dass es nicht nur bei diesem Sieg bleibt.

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  • Traumtor beim Debüt: Ansah (r.) trifft aus 23 Metern in den Winkel – Nübel ohne Chance.

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  • Ilyas Ansah (r.) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit Christopher Trimmel.

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  • Vagnoman verpasst den Ausgleich – sein Abschluss am Pfosten geht deutlich drüber.

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  • András Schäfer (M, 1. FC Union Berlin) gegen Jamie Leweling.

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  • Chris Führich (l.) ärgert sich über eine verpasste Chance.

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  • Deniz Undav und Rani Khedira liefern sich einen Zweikampf.

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  • Jeff Chabot steigt zum Kopfball auf, doch der Versuch bleibt ohne Erfolg.

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  • Atakan Karazor, Alexander Nübel und Maximilian Mittelstädt kämpfen, doch dem VfB fehlt noch der Abschluss, um ein Tor zu erzielen.

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  • Statt Tore gibt es beim VfB Gelb: Nach Undav in der 33. Minute sieht auch Demirović (r.) in der 36. Minute die Karte.

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  • Ilyas Ansah (l.) bejubelt sein Tor zum 2:0 – gemeinsam mit Andras Schäfer lässt er die Alte Försterei jubeln.

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  • Ansah (r.) trifft, Skov kniet: Der Däne verneigt sich vor dem Torfuß seines Teamkollegen.

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  • Mit vollem Körpereinsatz versucht Luca Jaquez, sich gegen Unions Ilyas Ansah durchzusetzen.

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  • Es war schmerzhaft, mitanzusehen, wie der VfB trotz zahlreicher Torchancen keinen Treffer erzielte.

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  • VfB Stuttgart kämpfte beherzt, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor – Chancen blieben ungenutzt.

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  • Es geht doch noch! Tiago Tomás erzielt in der 86. Minute das 1:2 für den VfB Stuttgart.

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  • Frederik Rönnow war beim Spiel Union Berlin gegen den VfB der Man of the Match und wehrte mehrfach Torschüsse ab, nachdem die Schwaben gegen Ende des Spiels nochmal Druck machten.

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Nick Woltemade und der VfB Stuttgart haben bei ihrer Rückkehr nach Berlin eine herbe Enttäuschung erlebt. 91 Tage nach dem Gewinn des DFB-Pokals verloren die Schwaben bei Union Berlin am Samstag mit 1:2 (0:2) und erwischten einen Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Zweimal scheiterte der VfB am Aluminium, der Anschlusstreffer von Tiago Tomas (86.) kam zu spät. 

Die Berliner bejubelten einen Überraschungscoup zum Start in die Spielzeit 2025/26 – und den Aufstieg eines potenziell neuen Fanlieblings. Der vom Zweitligisten SC Paderborn verpflichtete Ilyas Ansah (18., 45.+4) feierte mit seinem Doppelpack ein perfektes Bundesligadebüt. 

Im stimmungsvollen Stadion An der Alten Försterei ging kurz nach dem Anpfiff zunächst nichts: Eine bunte Konfetti-Choreografie der Heimfans sorgte für eine ungeplante Unterbrechung, vor dem Tor von Union-Torhüter Frederik Rönnow regnete es kleine Papierfetzen in den Vereinsfarben Rot, Weiß und Gelb. Schiedsrichter Robert Hartmann unterbrach das Spiel für rund sechs Minuten. Abhilfe schafften erst herbeigeeilte Ordnungskräfte mit Laubbläsern. 

VfB macht zu wenig aus seiner Überlegenheit

Rönnow, vor dem Anpfiff als Unions bester Spieler der Vorsaison gekürt, ließ sich von der Pause nicht ablenken und war sofort hellwach: Nach einer Flanke von Nationalspieler Maximilian Mittelstädt köpfte Julian Chabot aus kurzer Distanz wuchtig aufs Tor und zwang Rönnow zu einer Glanztat (12).

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Die Chance war die Folge der spielerischen Stuttgarter Überlegenheit, aus der der VfB aber zu wenig machte. Die Unioner, die in der Vorbereitung Defizite in der Chancenverwertung hatten, bewiesen dagegen Effizienz. Ansah traf aus rund 25 Metern sehenswert zur überraschenden Führung. 

Stuttgart tat sich nach dem Rückschlag schwer. Die vorderste Reihe um Woltemade war zu wenig ins Spiel eingebunden, auch Flanken fanden selten Abnehmer. Wirklich nah kam Stuttgart dem Ausgleich erst kurz vor der Pause. Nach feiner Vorarbeit von Woltemade scheiterte VfB-Kapitän Atakan Karazor an Rönnow und dem Pfosten (44.). Erneut bestrafte Ansah den VfB: Der 20-Jährige schloss einen von ihm miteingeleiteten Konter mustergültig ab.

Nach der Pause blieb Stuttgart offensiv im Pech. Deniz Undav köpfte den Ball an die Latte, Mittelstädts wuchtigen, aber zu zentralen Nachschuss parierte Rönnow (49.). Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß drängte auch danach auf den Anschluss, Karazor scheiterte knapp per Kopf (57.). Das versöhnliche Ende nach Tomas' Anschluss blieb aus: Der vermeintliche Ausgleich durch Woltemade zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht (90.+6).