Der 40-Jährige floh vor einer Polizeikontrolle. (Symbolbild) Foto: Jan Woitas/dpa

Der 40-jährige Fahrer eines VWs hat sich am Dienstagmittag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dabei schanzte er bei Nürtingen über eine Verkehrsinsel.

Wilde Verfolgungsjagd von Nürtingen in Richtung Grafenberg: Ein 40-Jähriger ist am Dienstagmittag in seinem VW Phaeton vor der Polizei geflohen. Der Mann war laut Polizeibericht zuerst Beamten auf Streife beim Einparken in der Nürtinger Gerberstraße gegen 14.30 Uhr aufgefallen. Als er den Polizeiwagen erkannte, habe der 40-Jährige sofort Gas gegeben und sei geflüchtet.

 

Mit deutlich höherem Tempo als erlaubt und ohne auf Anhaltesignale zu achten, sei der VW-Fahrer über die Metabo-Allee stadtauswärts gefahren. Daraufhin missachtete er laut Polizei mehrere rote Ampeln, an der Kreuzung Am Lerchenweg überholte er die dort wartenden Verkehrsteilnehmer über den Gehweg. Weiter ging es für ihn und die Beamten über die B323 in Richtung Grafenberg bis zur Abzweigung nach Frickenhausen-Tischardt.

Dort bog er den Schilderungen der Polizei zufolge nach links ab und schanzte über eine Verkehrsinsel. Dabei beschädigte er nicht nur die dortigen Verkehrszeichen, sondern auch stark sein eigenes Fahrzeug. Der VW verlor in der Folge Betriebsflüssigkeiten und kam in der Ortsmitte unfallbedingt zum Stehen. Das Auto erlitt einen wirtschaftlichen Totalschaden in Höhe von etwa 3000 Euro und wurde abgeschleppt. Wie teuer die Schäden an den Verkehrszeichen sind, kann die Polizei bislang noch nicht sagen.

Polizei sucht Zeugen – Straße zeitweise gesperrt

Die Grafenberger Straße wurde von der Einmündung der B313 an zur Reinigung und Unfallaufnahme für etwa drei Stunden gesperrt. Die Polizei verdächtigte den Mann, unter dem Einfluss von Medikamenten gefahren zu sein und entnahm eine Blutprobe. Der 40-Jährige besaß zudem keinen Führerschein – ihn erwarten nun mehrere Strafanzeigen.

„Durch seine rücksichtslose Fahrweise gefährdete der VW-Lenker über die gesamte Strecke hinweg mehrere Verkehrsteilnehmer“, teilt das zuständige Polizeipräsidium Reutlingen mit.

Die Verkehrspolizei Tübingen sucht deshalb nach Zeugen, die von dem Fahrer gefährdet wurden. Anrufe werden unter der Telefonnummer: 0 70 71 / 9 72 14 00 entgegengenommen.