Der 26-jährige Däne wechselt zum zweiten Mal zum VfB Stuttgart. Diesmal kommt er von der TSG Hoffenheim für 1,3 Millionen Euro an Ablöse – und erhält einen Vertrag bis 2027.
Vier englische Wochen in Serie stehen dem VfB Stuttgart ins Haus – beginnend mit dem Auswärtsauftritt in der Bundesliga am Sonntag (17.30 Uhr) beim FC Augsburg. Auch mit Blick auf dieses Mammutprogramm hat der Vizemeister nun seinen ersten Neuzugang in dieser Winter-Transferperiode verkündet. Es ist ein alter Bekannter: Von der TSG Hoffenheim kommt Jacob Bruun Larsen zum VfB.
„Jacob ist im Offensivbereich auf mehreren Positionen einsetzbar. Er kennt die Bundesliga, er hat internationale Erfahrung, und er war als junger Spieler schon beim VfB“, sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Jacob passt mit seiner Spielweise und mit seiner Mentalität sehr gut zu uns.“
Bei den Kraichgauern hatte der schnelle Außenstürmer, der am liebsten über die linke Seite kommt, noch einen Vertrag bis zum Saisonende. Nun haben beide Clubs die Modalitäten des Transfers geregelt, nachdem sich Bruun Larsen schon länger mit den Stuttgartern einig war. Demnach wird der 26-Jährige für 1,3 Millionen Euro an Ablöse an den Neckar wechseln.
In der Landeshauptstadt erhält der Offensivspieler einen Vertrag bis 2027, mit der Option auf ein weiteres Jahr. An diesem Mittwoch hatte Bruun Larsen den Medizincheck beim VfB erfolgreich absolviert, bereits an diesem Donnerstag soll er ins Training einsteigen. „Meine Erinnerung an die damalige Zeit in Stuttgart ist sehr positiv“, sagte der Außenstürmer: „Als junger Spieler konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln und den Club und seine außergewöhnlichen Fans kennenlernen.“
Der Däne ist ein Wunschspieler von Chefcoach Sebastian Hoeneß, der ihn in Hoffenheim in der Saison 2020/21 trainierte. Auch beim VfB ist Bruun Larsen kein Unbekannter: Im Winter 2018 wurde er an den VfB ausgeliehen, damals als Jungtalent.
Seiner Zeit kam er von Borussia Dortmund – allerdings ohne durchschlagenden Erfolg: Der Offensivspieler kam vor sieben Jahren nur auf vier Teileinsätze in der Rückrunde der Saison 2017/18. Sein letzter Auftritt für den VfB hatte es aber in sich: Beim 4:1-Sieg beim FC Bayern stand der Däne ebenfalls auf dem Feld.
Sieben Jahre und zahlreiche Stationen später feiert der 26-Jährigen sein Comeback an der Mercedesstraße. Weil beim VfB mit Justin Diehl und El Bilal Touré zwei Offensivspieler länger ausfallen, hatte sich Hoeneß einen dynamischen Spieler für den Angriff gewünscht. „Wir haben über einen längeren Zeitraum sehr viele Spiele gehabt, in denen wir einen oder zwei Offensivspieler aus der Lizenzmannschaft auf der Bank hatten. Sonst war da keiner mehr“, so Hoeneß: „In so eine Situation sollten wir nicht mehr laufen.“
Es gibt auch kritische Stimmen
Allerdings gibt es im Vorfeld des Wechsels auch kritische Stimmen. Schließlich konnte sich der Spieler auf den Stationen BVB, VfB, RSC Anderlecht, FC Burnley und Hoffenheim bisher nirgends richtig durchsetzen. Für die TSG hat Jacob Bruun Larsen in dieser Bundesligasaison zwölf Partien absolviert, stand dabei aber lediglich in drei Spielen in der Startelf, war also ein ganzes Stück von der Stammformation entfernt – und kommt bisher auf zwei Tore und zwei Vorlagen. In der Europa League absolvierte er für die Hoffenheimer fünf Partien, könnte aber vom VfB als einer von maximal drei Spielern bis Anfang Februar für die Champions League nachgemeldet werden.