Im internen Duell der Neuzugänge hat er gegen Luca Jaquez die Nase leicht vorne: Finn Jeltsch hat in der Schlussphase des Wolfsburg-Spiels sein VfB-Debüt gegeben – das motiviert den 18-Jährigen.
In der 88. Minute für Josha Vagnoman eingewechselt, hat Nürnberg-Neuzugang Finn Jeltsch seinen Einstand beim VfB sowie in Liga eins gefeiert. Inklusive der Nachspielzeit dauerte die Premiere rund zehn Spielminuten. „Ich freue mich brutal, hier beim VfB mein Bundesligadebüt gegeben zu haben“, sagte der 18-jährige Innenverteidiger, der Anfang Februar wie Luca Jaquez (FC Luzern) zum Vizemeister gewechselt war.
„Es war natürlich nicht das gewünscht Ergebnis – aber wir machen weiter“, ergänzte der U-17-Weltmeister Jeltsch nach dem 1:2 gegen den VfL Wolfsburg. Dennoch konnte er für sich verbuchen, im Duell der Neuankömmlinge vor Jaquez eingewechselt und so als Erster erstmalig zu Bundesliga-Spielzeit gekommen zu sein.
Zu seinem Schweizer Kollegen Jaquez, mit dem er in der Anfangsphase im selben Hotel untergebracht ist, ehe beide ihre eigenen Wohnungen beziehen werden, versteht sich Jeltsch gut. „Wir sind ja beide neu hier. Also tauschen wir uns gerne aus“, sagte der Franke, der als Neunjähriger von seinem Heimatverein SV Raitersaich zum Club gekommen war.
„Ich wurde hier sehr gut aufgenommen. Es passt alles“, sagte Jeltsch mit Blick auf seine ersten zwei Wochen beim VfB: „Jetzt heißt es, konzentriert weiter zu machen und dann zu schauen, was die Zukunft bringt. Ich möchte in dieser Saison so viele Spiele wie möglich absolvieren. Deshalb werde ich im Training immer hundert Prozent Einsatz geben – und dann sehen wir weiter.“
Mit der Eingliederung von Jeltsch und Jaquez nichts überstürzen will auch Fabian Wohlgemuth. „Finn hat jetzt seine ersten Schritte in der Bundesliga gemacht, das ist aber auch alles. Für ein Urteil ist es noch viel zu früh“, erklärte der VfB-Sportvorstand.
Derweil ist der Stuttgarter Torschütze Nick Woltemade von den Qualitäten des jungen Innenverteidigers überzeugt, an dem neben dem VfB auch Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt interessiert waren. „Man denkt gar nicht, dass er erst 18 Jahre alt ist, wenn man ihn im Training spielen sieht“, sagte Woltemade: „Er wirkt schon sehr abgeklärt – und wird noch viele tolle Spiele machen.“