Hintergründe zu den Wanderfalken auf dem Tower in Fellbach gibt es bei einem Vortrag im Naturfreundehaus. Foto: Michael Eick

Die Naturfreunde Fellbach präsentieren ihr neues Halbjahresprogramm. Es lockt mit spannenden Einblicken in die Natur, Geschichte und Artenvielfalt der Region.

Sie haben einen spektakulären Brutplatz in 107 Metern Höhe und haben es aufgrund des bundesweiten Interesses an ihrem besonderen Nistplatz große Aufmerksamkeit erhalten: die Wanderfalken auf dem Plateau der Bauruine des Wolkenkratzers in Fellbach, dem Schwabenlandtower. Nun können Interessierte Wissenswertes zum schnellsten Jäger der Lüfte erfahren – bei einer Veranstaltung im Naturfreundehaus auf dem Kappelberg.

 

Friedemann Tewald vom Nabu Fellbach erklärt am Freitag, 30. Januar, wie die Brutbemühungen dieser Vogelart vom Nabu unterstützt werden, und bietet Einblicke in das Leben der Wanderfalken.

Das Naturfreundehaus liegt idyllisch, mitten von Wald umgeben, auf dem Kappelberg. Foto: Naturfreunde

Es ist eine der Veranstaltungen des vielseitigen Programms, mit dem die Naturfreunde Fellbach ins neue Jahr starten. Die Fellbacher Naturfreunde haben wieder ein Halbjahresprogramm geschnürt. „Im vergangenen Jahr wurden unsere Angebote zahlreich genutzt und sie waren stets gut besucht. Unser ehrenamtliches Engagement wird erfolgreich angenommen“, teilt der Verein mit – und das sei auch ein guter Ansporn, sich weiter zu engagieren. Die Fellbacher Naturfreunde wollen damit auch an die große Resonanz anknüpfen, die sie im Jubiläumsjahr 2024 erfahren hatten, als der Verein sein 100-Jahr-Jubiläum feierte.

Die Kulturlandschaft Steppenheide auf dem Kappelberg wird am Samstag, 18. April, gemeinsam mit Experten entdeckt: So erfahren die Teilnehmer, welche Rolle die jährlich grasenden Ziegen für deren Erhalt spielen. Das erklärt an diesem Tag Schäfer Heiner Negele. Was es mit den dort wohnenden Reptilien, Vögeln und Insekten auf sich hat und welche Kräuter und Pflanzen zu erleben sind, das vermitteln unter anderem der Nabu oder die Kräuterfachfrau Ines Kohm. Organisiert wird die Veranstaltung in Kooperation mit Gundis Steinmetz von der Stadt Fellbach.

Durch den Rotenberg-Stollen geht es Mitte März am Weltwassertag

Am 22. März stehen mit einer Führung durch den Rotenberg-Stollen der Landeswasserversorgung besondere Einblicke an. Am Weltwassertag steht der Stollen, der unter König Wilhelm II. gebaut wurde und rund 800 Meter lang ist, im Fokus. Der Stollen endet oberhalb des Rotenbergs und versorgt Fellbach mit Wasser. Ein Fachmann von der Landeswasserversorgung wird durch den Stollen führen und interessante Hintergründe verraten. Eine weitere Veranstaltung am 27. Februar widmet sich dem Hanf als Nutz- und Heilpflanze in früherer Zeit . Am Samstag, 7. März, steht ein Besuch mit Führung bei Kakteen Uhlig in Kernen-Rommelshausen an.

Winfried Bauer, Sprecher des Fellbacher Bündnisses für Demokratie, hält am 8. Mai einen Vortrag unter dem Titel „Der 8. Mai 1945 – Das Ende des Schreckens – Hoffnung und Neubeginn“. An diesem Tag endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Als Gedenktag erinnert er an die tiefe Zäsur von 1945, den Neuanfang und die doppelte Befreiung von Krieg und Nationalsozialismus. Winfried Bauer macht in einem Bildervortrag eine Rückschau von den Anfängen der Zeit lange vor 1933 bis zu dem hoffnungsvollen Neubeginn nach 1945, heißt es in der Ankündigung.

Es gibt noch weitere Themen und Veranstaltungen in dem Programm. Zu jeder Veranstaltung gibt es eine kurze Beschreibung und Infos zur Anmeldung. Der Flyer ist auf der Homepage www.naturfreunde-fellbach.de hinterlegt.