Die Familie Niehues-Zimmermann wurde vom Wintereinbruch überrascht. Das Zelt vor der Haustür hielt dem Schnee nicht stand. Das Weihnachtshaus soll es trotzdem wieder geben.
Für das Weihnachtshaus in Erdmannhausen kommt es gerade knüppeldick: Nachdem es zuletzt große Probleme mit Falschparkern gab, macht der Familie Niehues-Zimmermann nun auch noch ein zusammengebrochenes Zelt zu schaffen. In der Nacht von Sonntag auf Montag, als der Wintereinbruch bis zu 25 Zentimeter Neuschnee brachte, stürzte das Zelt direkt am Hauseingang unter der Last des Schnees zusammen.
„Es ist ein Totalschaden. Das Zelt kann nicht mehr repariert werden“, erklärt Sybille Niehues-Zimmermann. Die Stangen hatten sich so verbogen, dass sie nicht mehr auseinanderzubekommen waren. Sybille Niehues-Zimmermann und ihr Mann Andreas mussten klettern, um in ihr Haus raus- und reinzukommen. Letztlich blieb nichts anderes übrig, als das Zelt mit der Flex klein zu machen und zu entsorgen.
Schock am frühen Morgen
Erst vor drei Wochen war die Weihnachtshaus-Saison zu Ende gegangen. Der Abbau läuft noch, das Zelt wäre aber sowieso stehen geblieben, da es auch im Sommer genutzt wird. Die Familie Niehues-Zimmermann hatte nun aber auch Pech, denn ausgerechnet in der Zeit des Wintereinbruchs waren beide krank.
„Normalerweise stehen wir selbst nachts auf, um den Schnee runterzuräumen. Aber dieses Mal lagen wir beide auf dem Sofa und haben weder mitbekommen, dass es eine Schneewarnung gibt, noch dass es schneit“, erzählt Sybille Niehues-Zimmermann. In der Nacht hätten sie und ihr Mann ein Geräusch gehört, doch sie konnten nicht verorten, woher es kam. Am nächsten Morgen dann der Schock: „Uns hat der Nachbar gerufen und dann haben wir das Dilemma gesehen.“
Angebote bereits eingeholt
Die erste Hoffnung, dass nur einige Stangen verbogen sind, war vergebens. Nun muss ein neues Zelt her – was nicht gerade billig wird, schließlich benötigen sie ein professionelles Zelt mit stabilen Stangen, um die Sicherheit der Weihnachtshaus-Besucher gewährleisten zu können. Die Kosten bewegen sich im niedrigen vierstelligen Bereich.
Das Weihnachtshaus wird aber trotzdem wie geplant auch im kommenden Winter stattfinden. Angebote für ein neues Zelt hat die Familie Niehues-Zimmermann bereits eingeholt. Neben den zusätzlich nötigen finanziellen Mitteln steht auch einiges an Mehrarbeit auf dem Programm. Doch Sybille Niehues-Zimmermann lässt sich davon nicht unterkriegen: „Wahrscheinlich wird unser Urlaub jetzt flachfallen. Aber das ist nicht das Schlimmste, was passieren kann. Materialschäden kann man ausgleichen.“