Starkes Rennen in Italien: Finn Gehrsitz fuhr seinen Lexus (re.) erstmalig auf ein WM-Podium. Foto: Xavier Bonilla

Bereits im zweiten Rennen in der World Endurance Championship hat Finn Gehrsitz allen Grund zum Jubeln. Der Motorsportler aus Steinenbronn fuhr mit seinen Fahrerkollegen auf Rang drei und sorgte damit für ein Novum in der Team-Geschichte.

Mit einem dritten Platz beim Sechs-Stunden-Rennen in Imola hat Finn Gehrsitz das erste Treppchen seiner Karriere in der FIA World Endurance Championship gefeiert – und gleichzeitig für eine weitere Premiere gesorgt: Es ist der erste Podestplatz für Lexus in der Geschichte der Sportwagen-WM. „Ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“, jubelt der Steinenbronner.

 

Von Beginn an zeigte er sich mit seinen beiden Teamkollegen in der LMGT3-Kategorie konkurrenzfähig, bereits in den Trainingssitzungen gehörte das Team Akkodis ASP konstant zur Spitzengruppe. Gehrsitz sorgte mit Platz fünf in der Hyperpole für eine gute Ausgangsposition. „Da wusste ich: Das kann ein gutes Wochenende werden“, erklärt Gehrsitz.

Das Rennen war geprägt von taktischen Herausforderungen. Gehrsitz übernahm nach knapp zwei Stunden den Wagen und musste in seinem Stint mit frischen Reifen den starken Verkehr im großen Feld meistern, was er mit Erfolg tat. Zudem sorgten die strengen Tracklimit-Vorgaben („die waren brutal schwer einzuhalten“) für zusätzlichen Druck: Vier Verwarnungen standen früh zu Buche, eine weitere hätte eine Durchfahrtsstrafe bedeutet.

Strategisch musste das Team improvisieren: Aufgrund eines minimal zu kurzen ersten Stints musste Gehrsitz noch einmal ins Auto. Unter hohem Druck brachte er den Lexus sicher über die Runden und übergab an seinen Teamkollegen, der auf Rang drei über die Ziellinie fuhr. „Ich durfte keinen Fehler mehr machen. Das war mental richtig hart, aber es hat funktioniert“, sagte der 20-Jährige. „Unser erstes Podium in der Weltmeisterschaft und das erste für Lexus überhaupt – das ist ein echtes Highlight!“

Durch die starken Leistungen liegt Finn Gehrsitz überraschend auf dem zweiten Rang in der Fahrerwertung. Bereits am 11. Mai steht mit den sechs Stunden von Spa die nächste Veranstaltung auf dem Programm. „Wir wollen den Schwung der ersten Rennen nutzen und wieder eine Top-Leistung zeigen. Wir sind bereit“, blickt Gehrsitz voraus.