Nach einem Schuljahr mit vielen neuen Eindrücken gehen endlich die Sommerferien los. Kira und Jona von einer Stuttgarter Grundschule erzählen, wie das Jahr als Erstklässler war.
Viel Zeit haben Kira und Jona nicht, als sie an diesen Nachmittag erzählen sollen, wie ihr erstes Schuljahr war. Viel zu aufregend ist es beim Schulfest der Freien Grundschule Element-i in Stuttgart-Vaihingen, das um sie herum gerade stattfindet. Hier verkaufen die Schülerinnen und Schüler Säfte, dort gibt es Spiele, auf einem Schild werden Cocktails angepriesen. Kindercocktails, versteht sich.
Mittendrin sind Kira und Jona. Die beiden Siebenjährigen haben ihr erstes Schuljahr geschafft. Die Ferien beginnen – endlich!
Wie war das erste Schuljahr? „Gut.“
Wie hat ihnen denn das erste Jahr in der Schule gefallen? „Gut“, sagt Kira in kindlicher Präzision. Was hat sie alles gemacht? „Viel gespielt und viel gelernt“, sagt die Filderstädterin. In Mathe zum Beispiel, wie man Plus und Minus rechnet. Lieber mochte sie aber Deutsch. Dort hat sie geübt zu lesen und Buchstaben zu schreiben.
„Das mit dem vielen Lernen kann ich so nicht sagen“, sagt Jona. Und fügt in typisch kindlicher Ehrlichkeit hinzu: „Ich lasse mich sehr einfach ablenken.“ Da lacht auch seine Mama. Aber seine Bezugslehrerin helfe ihm dann. Und immerhin habe er Spaß mit seinen Freunden.
Gut fanden die beiden die vielen Ausflüge, die sie mit der Schule gemacht haben – so zum Beispiel am letzten Schultag in die Sprungbude, um sich vor den Ferien noch einmal ordentlich auszutoben.
Insgesamt ziehen die beiden also ein positives Resümee vom ersten Schuljahr. Kira konnte sich aber auch schon darauf einstellen. Bevor sie Schulkind wurde, hat sie von ihrem großen Bruder gehört, wie es in der Schule ist: Dass da viele Kinder sind, zum Beispiel. Dass man eher lernt und nicht mehr so viel malt. Und dass es cool ist an der Schule. Nach einem Jahr kann sie das bestätigen.
Jona hat das Gefühl, dass im Kindergarten weniger Kinder waren und weniger Trubel. „Aber hier habe ich mehr Freunde“, sagt er.
Aber was ist noch besser als Schule? Ferien! „Viel besser“, da sind die beiden sich einig. „Da kann ich Zeit mit meiner Familie verbringen“, sagt Kira. „Wir fahren in die Türkei, glaube ich.“ Bei Jona geht es nach Italien. Er freut sich schon: „Endlich wieder ans Meer!“ Und doch wird es schön, wenn sie nach den Ferien die Freundinnen und Freunde wieder sehen. „Eine Freundin von mir ist schon im Urlaub – die vermisse ich sehr arg“, sagt Kira.
„Können wir jetzt die Fliege machen?“, fragt Jona. Ja, endlich ist das langweilige Interview zu Ende. Und schwupps! Sind die beiden weg. Ab geht es in die Ferien.