Ex-Nationalkeeper Timo Hildebrand äußert sich politisch nur selten. Nachdem er Cem Özdemir bei der Wahl unterstützt hat, wollten manche sein Restaurant nicht mehr besuchen, sagt er.
Der Ex-Nationalkeeper und ehemalige VfB-Profi Timo Hildebrand hat nach eigenen Angaben in sozialen Medien Gegenwind dafür erhalten, Cem Özdemir bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg offen unterstützt zu haben. Verärgert wandte er sich auf Instagram an seine Kritiker, die angekündigt hatten, sein veganes Restaurant Vhy! in Stuttgart nicht mehr besuchen zu wollen.
„Okay, eure Entscheidung“, so Hildebrand, „ihr findet es uncool, aber lieber positioniere ich mich öffentlich zu einem freundschaftlich verbundenen Politiker, als dass ich klammheimlich zum Beispiel eine rechtsradikale Partei wähle.“
Damit dürfte Timo Hildebrand die AfD meinen. Er glaube, Cem Özdemir komme „liebend gern zu uns ins Restaurant“, denn er habe wohl verstanden, worum es geht. Und zwar Hildebrands Vision, Menschen dazu zu bewegen, sich öfter pflanzlich zu ernähren. „Und ob ihr jetzt kommt oder nicht: Ganz ehrlich, ich möchte euch gar nicht in meinem Restaurant haben“, so Hildebrand in Richtung der Verfasser der Nachrichten. Er stehe für Weltoffenheit und Menschlichkeit.
Özdemir ist VfB-Fan
Özdemir und Hildebrand sind über den VfB Stuttgart miteinander verbunden. Der Grünen-Politiker ist bekennender Fan der Weiß-Roten, er war schon mal für die Präsidentschaft des Vereins im Spiel. Nun sieht alles danach aus, als würde er der nächste Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Zuvor muss er aber noch eine Regierung bilden – realistisch ist dies mit der CDU.