Zum ersten Mal überhaupt sind die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl aufeinander getroffen. Wie haben sich die Kandidaten von Grünen und CDU geschlagen?
Müsste man einen Sieger küren, käme man wohl zu dem Schluss, dass es ein knappes Rennen war, das sich die Spitzenkandidaten Cem Özdemir und Manuel Hagel da geliefert haben. Am Donnerstagabend trafen sie mit den Spitzenkandidaten der anderen Parteien zum ersten Mal aufeinander bei der Wahlarena des Baden-Württembergischen Industrie und Handelskammertags (BWIHK) – der ersten großen Podiumsdiskussion vor der Landtagswahl am 8. März.
Inhaltlich keine großen Unterschiede
Inhaltlich bewegten sich die beiden Kandidaten, die jeweils für ihre Partei das Ministerpräsidenten-Amt anstreben, nahe beieinander. In der Diskussion erhielt Manuel Hagel allerdings etwas mehr Szenenapplaus. Das ist nicht verwunderlich. Dem CDU-Mann wurde in Umfragen schon deutlich höhere Wirtschaftskompetenz zugeschrieben. Er lieferte teilweise aber auch die konkreteren Antworten – etwa beim Bürokratieabbau und der Frage, wie er Unternehmen von lästigen Berichtspflichten befreien will.
Wortwolke zeigt keinen großen Sieger
Am Ende aber zeigte sich, dass doch beide Kandidaten ganz ähnlich in der Gunst der rund 300 Zuschauer standen: Denn in einer Wortwolke, die aus einer Abstimmung auf die Frage, was man sich von der neuen Landesregierung wünscht, generiert wurde, zeichneten sich die Namen Cem und Hagel ungefähr gleichgroß ab. Bemerkenswert. Neben dem Wort Sicherheit wurden auch die Worte Klimaschutz und Aus-vom-Verbrenner-Aus etwa gleichgroß abgebildet. Entweder die beiden Kandidaten und ihre Themen standen also etwa gleich in der Gunst der Zuschauer oder sie hatten eine ungefähr gleich große Fangemeinde im Schlepptau.
Eine Analyse im Video von unserer Redakteurin Annika Grah.