Der spielende Co-Trainer Dominik Janzer bildet mit Dennis Grab ein erfolgreiches Tandem beim TSV Affalterbach. Foto: Avanti/Archiv

Den Affalterbachern fehlt für ein Topteam noch Gier und Wille. Deshalb wünscht sich das Trainerteam noch mehr Biss für die Rückrunde in der Kreisliga A Staffel1 Enz/Murr.

Das nennt man wohl Konstanz. Wie schon im Vorjahr haben die Fußballer des TSV Affalterbach auch diesmal die Hinrunde der Kreisliga A1 Enz-Murr als Tabellenvierter abgeschlossen. Neun Siege bei jeweils drei Remis und Niederlagen stehen zu Buche. Eine weitere Parallele zum vergangenen Winter: Die drei Spitzenteams TSV Grünbühl, VfB Neckarrems 1913 und SGV Murr sind mit acht, neun beziehungsweise zehn Punkten Vorsprung schon ein ganzes Stück enteilt.

 

Mit dem Aufstieg – für den TSV Affalterbach als Stammgast in der Spitzengruppe der A1-Staffel gefühlt eigentlich alljährlich in Reichweite – wird es also wohl erneut nichts werden. Dass mindestens zwei Mannschaften des Führungstrios in der Rückserie derart viel Boden einbüßen, dass noch der Sprung auf den Relegationsplatz gelingen könnte, scheint für das Team von Trainer Dennis Grab eher unwahrscheinlich.

Trainerteam insgesamt zufrieden mit der Vorrunde

„Es kann natürlich noch viel passieren und wir wollen das Mögliche aus uns herausholen. Aber die Drei lassen halt kaum etwas liegen. Das ist der entscheidende Unterschied zu unserem Team“, weiß auch Affalterbachs Trainer Dennis Grab, der die mit ehemaligen Spielern von Oberligist FSV 08 Bissingen gespickte Elf aus Grünbühl als ersten Favoriten für den Titel und den direkten Aufstieg in die Bezirksliga ansieht.

„Dagegen hat im Vergleich bei uns außer Dominik Janzer und Torwart Robin Kuschewitz doch noch keiner auf Bezirksliganiveau gespielt“, erklärt er, denn Sommerneuzugang Sebastian Rief, der als einziges Kadermitglied sogar reichlich Oberligaerfahrung aufweist, konnte aufgrund seiner Verpflichtungen als Jugendcoach bei den Stuttgarter Kickers bislang nur dreimal für den TSV auflaufen.

Die Harmonie in der Mannschaft stimmt

Trübsal bläst der TSV-Trainer angesichts der Zwischenbilanz nach der ersten Halbserie jedoch keineswegs: „Wenn man im oberen Tabellendrittel steht, kann man schon zufrieden sein“, findet Grab, der das Team zusammen im Tandem mit seinem noch selbst auf dem Platz stehenden Partner Dominik Janzer coacht. Dieses positive Urteil berücksichtigt auch, was Grab über den rein sportlichen Tellerrand hinaus schon seit seinem Amtsantritt in Affalterbach stets ein zentrales Anliegen ist: „Die Harmonie und Kameradschaft innerhalb unserer Mannschaft passen“, erklärt er.

Dennoch war da natürlich der ein oder andere Vorrundenauftritt, den der Trainer als „nicht zufriedenstellend“ bezeichnet. Zuvorderst nennt er die völlig unerwartete und enttäuschende 2:4-Heimpleite im November gegen Abstiegskandidat TSV Asperg, spricht aber auch die verloren gegangenen Vergleiche mit den Platzhirschen aus Murr und Grünbühl an. „Es wäre halt das i-Tüpfelchen gewesen, auch einmal ein Spitzenspiel zu gewinnen. Von der Qualität her sind wir meines Erachtens in der Lage, solchen Gegnern Paroli zu bieten. Aber es fehlte der letzte Wille und die letzte Gier in diesen Begegnungen“, benennt Grab ein Problem, das die Affalterbacher nicht erst seit der laufenden Saison beschäftigt.

Ein flexibler Neuzugang für das Mittelfeld

Im Kader hat sich in der Winterpause kaum etwas getan. Abgänge verzeichnet man nicht. Dafür kam mit Marco Röthig, der aus dem Aachener Raum ins Schwäbische gezogen ist, ein Neuzugang hinzu. „Ein guter Typ, er passt bei uns rein und kann auch etwas mit dem Ball anfangen“, freut sich Grab über die Verstärkung, die er im zentralen Mittelfeld als Sechser oder Achter einsetzen wird. Zusätzlichen qualitativen Input in der für die Affalterbacher am 15. Februar mit dem Auswärtsspiel beim GSV Pleidelsheim II beginnenden Rückrunde könnte es auch noch aus dem Lazarett geben, denn Offensivspieler Katriel Lovaglio stößt nach seiner Sprunggelenks-OP dann im Frühjahr wieder zur Mannschaft.