Mit neuem Trainerduo schlägt der TSV Erdmannhausen den VfB Tamm, Affalterbach unterliegt überraschend dem TSC, SGV Murr müht sich zum Dreier und die Kellerkinder bleiben ohne Punkte.
Überraschend heftige Gegenwehr hatte der SGV Murr am Sonntag bei seinem 4:2 (2:2)-Auswärtssieg im Derby der Fußball-Kreisliga A1 Enz-Murr beim GSV Pleidelsheim II zu brechen. Erst in der Nachspielzeit sicherte Tim Gassmanns Treffer zum 4:2-Endstand dem eigentlich haushohen Favoriten den Dreier. GSV-Trainer Gert Ranzinger verteilte daher nach dem Abpfiff viel Lob an seine Schützlinge: „Ich bin heute sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, die auf Augenhöhe war“. Wie so oft konnten sich die vor der Pause tonangebenden Murrer aber auf ihre Standardstärke verlassen: „Sie haben dreimal nach Eckbällen getroffen“, ärgerte sich Ranzinger.
GSV Pleidelsheim II behauptet Nichtabstiegsrang
Trotz SGV-Toren von Ibrahim Kamberovic und Mike Lederer hieß es zur Halbzeit aber 2:2-Unentschieden, denn auch die Pleidelsheimer Marcel Ott und Jonathan Pasternak per Elfmeter waren erfolgreich gewesen. „Nach Wiederanpfiff hat Pleidelsheim dann sogar mehr als wir vom Spiel gehabt“, räumte Murrs Coach Ben Blümle ein, dessen Elf dann jedoch erneut nach Ecke durch Daniel Lischka zum 3:2 kam (67.). In der Tabelle bleibt Murr Dritter, dürfte angesichts des sehr stabil wirkenden Führungsduos TSV Grünbühl und VfB Neckarrems 1913 aber wohl nicht mehr in den Aufstiegskampf eingreifen können. Weil auch die Konkurrenten um den Klassenverbleib nicht punkteten, behauptete die GSV-Zweite trotz der Niederlage den ersten Nichtabstiegsrang.
TSC profitiert bei Sieg in Affalterbach von Blitz-Neuzugang
Eine 1:2 (1:2)-Heimpleite erlitt der TSV Affalterbach gegen den TSC Kornwestheim. „Verdient, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit Einbahnstraßenfußball aufs TSC-Tor gespielt haben“, befand TSV-Trainer Dennis Grab. Marco Röhthigs Führung (31.) drehte TSC-Torjäger Carmine Pescione per Doppelpack schon zur Pause. Als Vorbereiter war an seinen Treffern auch Ali Parhizi beteiligt, der nach dem Aus seines bisherigen Vereins AKV Ludwigsburg in der Bezirksliga trotz geschlossenem Wechselfenster mit sofortiger Wirkung spielberechtigt war.
Mit 3:1 (1:0) bezwang der GSV Erdmannhausen trotz dezimiertem Kader Schlusslicht VfB Tamm. Für den GSV war es Spiel Eins nach der Trennung von Spielertrainer Alexander Berg. „Wir haben uns mit ihm in einem gemeinsamen Gespräch geeinigt, dass es in der Form keinen Sinn mehr gemacht hätte“, erklärt GSV-Abteilungsleiter Frank Zlab. Übergangsweise wird das Team nun vom Duo André Holzwarth und Volker Braun betreut. Mit einem neuen Trainer sei man sich aber schon weitgehend einig: „Eventuell wird dieser sogar noch in dieser Rückrunde übernehmen“, so Zlab weiter. Die Treffer für die schon so gut wie geretteten Erdmannhäuser erzielten Kevin Redieß (2) und Luca Heusel.
„Vielleicht will meine Mannschaft einfach absteigen?“
„Vielleicht will meine Mannschaft einfach absteigen?“. Diese Frage stellte sich Trainer Thomas Lembeck vom GSV Höpfigheim nach dem Kellerduell beim SV Kornwestheim II: 1:4 (1:2) hieß es aus GSV-Sicht nach einem aus seiner Sicht „seelenlosen Kick“, wie Lembeck grollte. Mit Undiszipliniertheiten handelten sich zudem Kevin Schwerthalter und Berkay Yaman Gelb-Rote Karten ein und fehlen am kommenden Sonntag. Das einzige Höpfigheimer Tor erzielte zur anfänglichen 1:0-Führung Ilir Ternava.
Ebenfalls leer ging Abstiegskonkurrent TSV 1899 Benningen aus. Beim SKV Eglosheim unterlag man nach einer turbulenten und am Ende sehr hitzigen zweiten Halbzeit mit 4:6 (0:2). „Wir sind eigentlich über 90 Minuten gut im Spiel gewesen, haben aber die ersten vier Gegentore mit individuellen Fehlern begünstigt“, berichtete TSV-Coach Gianni Bellarosa. Seine Elf, für die Marco Canonico, Julian Hofacker, Iniko Pasmakis und Leon Volpp trafen, lief folglich stets einem Rückstand hinter.
Mit Blick darauf, dass auch die Konkurrenz nicht punkten konnte, atmete Bellarosa hinterher jedoch ein bisschen auf: „Unser Ziel bleibt der Relegationsplatz. Und den zu erreichen, haben wir immer noch in der eigenen Hand.“