Tipps zur Aufbewahrung. Foto: beats1 / shutterstock.com

Eine Übersicht zur richtigen Aufbewahrung von Kokosöl und Tipps zur Haltbarkeit.

Kokosöl richtig lagern

Bei der Aufbewahrung von Kokosöl müssen Sie keine Besonderheiten beachten, es kann problemlos bei Zimmertemperatur gelagert werden. Achten Sie nur darauf, den Deckel stets fest zu verschließen. Je weniger Sauerstoff an das Öl gelangt, desto länger hält es.


Kokosöl flüssig geworden

Gerade im Sommer verflüssigt sich das Kokosöl gerne mal, da es mit 24 Grad einen relativ niedrigen Schmelzpunkt besitzt. Auf die Qualität des Öls wirkt sich das allerdings nicht aus. Portionieren Sie es einfach mithilfe eines Löffels. Wenn die Temperaturen draußen sinken, wird das Öl meistens von alleine wieder fest.


Kann man Kokosöl im Kühlschrank aufbewahren?

Ist das Kokosöl erstmal flüssig geworden, liegt es nahe, es im Kühlschrank wieder aushärten zu lassen. Allerdings ist das nicht empfehlenswert. Denn zum einen wird das Kokosöl darin so fest, dass es sich nur noch schlecht portionieren lässt. Zum anderen kann es so leichter verderben, da Kondenswasser im Inneren einen besseren Nährboden für Keime bildet als das Öl selbst. Bei warmen Temperaturen lagern Sie das Kokosöl am besten in einem dunklen Vorratsschrank.


Wie lange ist Kokosöl haltbar?

Die Haltbarkeit von Kokosöl hängt vom Herstellungsprozess und dem Umgang damit ab. Während raffiniertes Kokosöl sich mehrere Monate hält, kann sich natives (auch virgin genannt) Kokosöl durchaus 2 bis 3 Jahre halten.(1)(2) Allerdings sollte man darauf achten, das Öl stets mit einem sauberen Löffel zu entnehmen, um zu vermeiden, dass Keime eindringen. Diese können die Haltbarkeit drastisch verkürzen.

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Kokosöl abgelaufen: Was nun?

Grundsätzlich stellt das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) kein Verbrauchsdatum dar. Ein abgelaufenes MHD sagt also zunächst nichts über die Verzehrbarkeit eines Produktes aus. Es bedeutet lediglich, dass der Hersteller bis zu diesem Punkt die produktspezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Konsistenz oder Nährwert garantiert. In den meisten Fällen sind die Lebensmittel auch noch einige Zeit nach Ablauf des MHD verwendbar. Bei der Beurteilung, ob das Kokosöl noch gut ist, spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle. Wann wurde es geöffnet? Wurde das Öl stets mit einem sauberen Löffel entnommen? Wie wurde es gelagert?

Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt daher, Lebensmittel mit abgelaufenem MHD immer in 3 Schritten zu prüfen:

1. Sichtprüfung: Anzeichen für verdorbenes Kokosöl sind Schimmel, eine gelbliche Verfärbung oder Klumpenbildung. Erkennen Sie eines der Merkmale, sollten Sie das Öl definitiv wegwerfen.

2. Geruchstest: Konnten Sie keine sichtbaren Anzeichen von Verderb erkennen, sollten Sie am Öl riechen. Wenn es seinen typischen Geruch nicht mehr besitzt oder gar ranzig riecht, sollten Sie es nicht mehr verwenden.

3. Geschmackstest: Nur, wenn das abgelaufene Kokosöl die ersten beiden Tests bestanden hat, können Sie einen winzigen Happen probieren. Stellen Sie auch hierbei keine Auffälligkeiten fest, kann das Kokosöl vermutlich noch ohne Bedenken verwendet werden.

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