Vier Sterne in drei Folgen: Der gebürtige Ludwigsburger Pako Ködel überzeugt die Jury der bekannten Fernseh-Kochshow mit seinen kreativen Löffel-Kreationen.
„Ist das geil!“ Ja, genau das möchte man wohl hören, wenn man bei der Kochshow „The Taste“ mitmacht und seinen ersten Löffel der Jury präsentiert. Pako Ködel, 31 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Ludwigsburg, ist genau das gelungen. Seit drei Wochen ist er bei der Fernsehsendung zu sehen und es lässt sich – zurückhaltend ausgedrückt – ganz gut an.
Nach drei Folgen prangen immerhin schon vier Sterne auf Pakos Kochschürze. Das ist bei „The Taste“ durchaus eine Nummer, zumal nach so kurzer Zeit. Bei der Koch-Casting-Show, die auf Joyn und Sat.1 ausgestrahlt wird, geht es darum, Gerichte auf einem Löffel zu kreieren. Ein einziger Haps muss also ausreichen, um die Jury zu überzeugen.
Es zählt allein der Geschmack
Die ist duchaus hochkarätig besetzt: Alexander Herrmann, Tim Raue, Elif Oskan und Steffen Henssler probieren die Löffel, sehen dabei die jeweiligen Kandidaten aber nicht. Es geht allein um den Geschmack – the Taste. Und der hatte es gleich bei Pakos erstem Löffel in sich: Ceviche tropical, ein roh marinierter Wolfsbarsch mit Mango und Süßkartoffelperle.
„Ist das geil“, sagte also Alexander Herrmann, aber auch die anderen Coaches sparten nicht mit Lob und boten Pako einen Platz in ihrem Team an. Der gebürtige Ludwigsburger entschied sich für den Berliner Spitzenkoch Tim Raue und hat Ambitionen: „Wir jagen einen Rekord-Sieger.“
Pako bezeichnet sich selbst als Maultaschen-Latino. Das liegt daran, dass er zwar in Ludwigsburg geboren ist und dort auch die ersten Jahre seines Lebens verbrachte. Als er acht Jahre alt war, wanderten seine Eltern aber nach Costa Rica aus. Was seine Liebe zu tropischen Zutaten auf seinen Löffeln erklären dürfte.
Der heute 31-Jährige ist gelernter Koch und hat in den vergangenen Jahren in Restaurants in Stuttgart und Umgebung gearbeitet. Anfang 2025 gründete er eine Marketingfirma, die sich auf Gastro-Themen spezialisiert hat. Damit ist er auf Veranstaltungen, Messen und Bühnenshows präsent – und bei Kochwettbewerben.
Seine Liebe zu Wettkämpfen hatte er durch sein Leben als Koch fast vergessen, erzählt Pako. Bis er beim Köche-Wettbewerb „Junge Wilde“ dabei war. Er wurde „nur“ Dritter, was ihn bis heute wurmt. „Für mich ist das wie auf die Fresse zu bekommen. Ich will den Pokal in den Händen halten.“
Damit dürfte auch klar sein, was sein Ziel bei „The Taste“ ist. Beworben hat er sich dort, „weil es der größte Koch-Wettkampf im deutschsprachigen Raum ist“. Dass er dort mehr als nur mithalten kann, beweist er in der Show seit seinem ersten Auftritt.
Auf das vierfache „Ja“ der Coaches folgt beim ersten Teamkochen auch gleich der erste goldene Stern. Zum Thema Herzkirsche kreierte Pako eine Schwarzwälder Kirschtorte auf dem Löffel, die Gastjuror Roland Trettl zwar optisch wenig ansprach, aber geschmacklich voll überzeugte. „Eine Schwarzwälder Kirsch mit so geilem Salz-Einsatz habe ich noch nie gegessen“, so Trettl. Salz in der Torte? Ja, sagt Pako. „Ich will Emotionen auf den Löffel schicken. Es ging ums Thema Liebe, das ist auch mal ein bisschen scharf, ein bisschen pfeffrig, ein bisschen salzig.“
Beim Aromenspiel „muss man auch mal out of the Box denken“, findet Pako. Also über den Tellerrand hinaus. Das hat ihm in der dritten Folge beim Solokochen drei goldene Sterne gebracht. Er kochte ein Maishähnchen mit Zitrone, bei der er die Sauce Bearnaise thailändisch anhauchte. Das hat gezogen.
„Das ist mega, mega cool“
Der „Gastro-Profi mit Wettkampf-DNA“, so schreibt es Pako Ködel auf seinem Instagram-Auftritt, freut sich mächtig über diese Erfolge. Er genießt den Wettbewerb. „Das ist mega, mega cool. Du hast die komplette Freiheit, dich selbst zu zeigen.“
Aufgeregt ist er dennoch. „Wenn du da oben stehst und auf die Entscheidung wartest, das ist Nervosität pur, du platzt gleich“, erzählt er lachend. Und ja, beim Anrichten zittern die Hände, auch wenn das mit der Zeit etwas besser wird... Wie es weitergeht bei „The Taste“ ist am Mittwoch, 20.15 Uhr, auf Sat.1 und auf Joyn zu sehen.