Muskulös, schnell und gefährlich: Dogo Argentino (Symbolbild). Foto: Wikipedia commons/Smok Bazyli CC BY-SA 3.0

Zwei Argentinische Doggen streiten sich. Als der Besitzer dazwischen geht, gehen sie auf ihn los und verletzen ihn schwer. Nach eigener Aussage des Mannes seien die beiden Hunde extrem gefährlich und aggressiv.

Heiligenhaus - Zwei Kampfhunde haben im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus ihren 28 Jahre alten Besitzer gebissen und schwer verletzt. Der 28-jährige Mann musste notärztlich versorgt werden und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus, wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Mettmann am Dienstagmorgen mitteilte. Es handele sich um zwei argentinische Doggen. Polizisten schossen schließlich während des Einsatzes auf die Tiere.

Polizei: „Extrem gefährlich und aggressiv“

Nach Angaben des Besitzers hatten die beiden Hunde miteinander gekämpft. Als er versuchte, sie zu trennen, sei er selbst angegriffen worden. Die Hunde seien „extrem gefährlich und aggressiv“, zitiert die Polizei den Mann. Als die Beamten nach einem Notruf eintrafen und die Tiere sich ihnen „in bedrohlicher Form“ näherten, haben sie diese mit Schüssen gezielt verletzt, anschließend eingefangen und zum Tierarzt gebracht.

Strafverfahren gegen Hundebesitzer

Die Argentinische Dogge steht in einigen Bundesländern – darunter auch Baden-Württemberg – auf der Liste von Hunden, bei denen Gefährlichkeit vermutet wird. Hundehalter in Nordrhein-Westfalen müssen der Polizei zufolge daher einen sogenannten Sachkundenachweis erbringen.

Damit weisen sie ihre Befähigung nach, mit den Hunden umzugehen. Der Hundehalter verfügte nicht über einen solchen Nachweis. Gegen ihn wurde ein Verfahren eingeleitet. Wer den Notruf gewählt hatte, konnte der Sprecher nicht sagen.

Gezüchtet als großer Jagdhund

Der Dogo Argentino wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Argentinien als unerschrockener Jagdhund gezüchtet. Ursprünglich wurde er im Rudel für die Jagd auf Wildschweine eingesetzt. Mit bis zu 70 Zentimeter Schulterhöhe ist er ein großer Hund mit schneeweißen, kurzen Fell. 1968 wurden die ersten Hunde nach Deutschland importiert.

Baden-Württemberg: Zwölf Rassen als Kampfhund eingestuft

In den Hundegesetzen der Bundesländer werden verschiedene Hunderassen als gefährlich eingestuft. Laut baden-württembergischer Kampfhundeverordnung („Polizeiverordnung des Innenministeriums und des Ministeriums Ländlicher Raum über das Halten gefährlicher Hunde“), die seit dem 16. August 2000 in Kraft ist, gelten drei Rassen als besonders gefährlich und aggressiv und damit als Kampfhunde: American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pit Bull Terrier „grundsätzlich .

Neun weitere Rassen gelten als Tiere mit „Eigenschaften als Kampfhund“ (Paragraf 1, Absatz 3): Dogo Argentino auch Bullmastiff, Staffordshire Bullterrier, Bordeaux Dogge, Fila Brasileiro, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Mastiff und Tosa Inu.

Wenn es Hinweise auf eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen und Tieren gibt, müssen die Vierbeiner von der Polizei auf ihre „Kampfhundeeigenschaft“ überprüft werden.

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