Inklusion bei einer Klassenfahrt auf dem Ijsselmeer Im Rolli auf Segeltörn

Von Akiko Lachenmann 

Die achte Klasse der Stuttgarter Waldorfschule Silberwald hat keine Mühen gescheut, um gemeinsam auf Abschlussfahrt zu gehen. Gemeinsam heißt: mit der 14-jährigen Johanna Bauersachs, die im Rollstuhl sitzt und von der Reise berichtet.

Stuttgart - Johanna Bauersachs hat eine Spinale Muskelatrophie, eine seltene Muskelerkrankung, und fährt in einem Elektro-Rollstuhl durchs Leben. Das hat die 14-Jährige nicht davon abgehalten, gemeinsam mit ihren Klassenkameraden für eine Woche im Ijsselmeer und auf der Nordsee zu segeln. Möglich gemacht haben die Abschlussfahrt der achten Klasse Eltern, Lehrer und Schüler der Stuttgarter Waldorfschule Silberwald, aber auch Johannas Mutter, die mitfuhr, und der holländische Segelanbieter Sailwise, der mit rollstuhlgerechten Schiffen in See sticht. Rund 20 000 Euro musste die Klasse für den Trip aufbringen – rund 800 Euro pro Kind. Die Schüler pürierten Smoothies und frittierten Kartoffelspiralen auf dem Herbstfest der Schule, sie organisierten einen Spendenlauf (Johanna fuhr 26 Runden im Kreis) und stellten sich mit Flyern und Spendenbüchse vor Supermärkte. Auch manche Oma und andere Wohltäter steckten den Schülern etwas zu. Am Ende hatten sie die Summe beisammen. Ein Projekt, das zeigt, dass Inklusion keine Grenzen kennt. Was Johanna auf dem Segeltörn erlebte, hat sie uns ausführlich erzählt:

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