Der Dank gilt den Strickerinnen und Strickern. Foto: Awo Backnang

Mit einer ungewöhnlichen Aktion wollte die Awo Backnang frierenden Menschen helfen. Die Reaktion der Bürger war weit größer als erwartet.

Wenn die Temperaturen sinken, stellt sich für viele Menschen eine bedrückende Frage: Wie viel Heizenergie kann ich mir in diesem Winter leisten? Für nicht wenige bedeutet die Antwort Verzicht und Frieren in den eigenen vier Wänden.

 

Um hier ein Zeichen der Solidarität zu setzen und direkte Hilfe zu leisten, hat die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Backnang im Rems-Murr-Kreis auch in diesem Jahr wieder zu ihrer traditionellen Weihnachtsaktion aufgerufen.

Die Nadeln klappern bis Dezember

Unter dem Motto, jene zu bedenken, die es ohnehin nicht leicht haben, bat die Awo die Bürgerinnen und Bürger, Wolle und Zeit zu investieren. Ziel: handgestrickte Socken, Schals und Mützen, die dort Wärme spenden, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Bis Mitte Dezember klapperten in und um Backnang die Nadeln, um rechtzeitig zur kalten Jahreszeit ein Kontingent an warmer Kleidung zusammenzustellen. Die Resonanz war überwältigend. Bis zum Stichtag am 16. Dezember füllten sich die Kisten und Säcke in der Awo Sozialstation in der Aspacher Straße in Backnang. Inzwischen konnte die gesammelte Ware bereits verteilt werden. Mehrere Säcke voller Strickwaren wurden an verschiedene soziale Einrichtungen in Backnang übergeben.

Zusammenhalt in Krisenzeiten stark

Die Freude bei den Verantwortlichen der Einrichtungen war groß: Alle sind sicher, dass die Kleidungsstücke bei den Betroffenen nicht nur für warme Füße sorgen, sondern auch ein Gefühl der Wertschätzung vermitteln.

Der Dank gelte „allen Strickerinnen und Strickern“. Durch die tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung habe die Awo auch in diesem Jahr wieder zeigen können, „dass der Zusammenhalt in Backnang gerade in Krisenzeiten stark ist“.