Am Montagabend war die Feuerwehr in Leinfelden-Echterdingen unterwegs wegen eines Alarms in einem Hotel. Foto: IMAGO/Eibner

Ein Gast in einem Hotel in Leinfelden-Echterdingen hat die Rauchmelder in seinem Zimmer abgeschraubt. Dadurch wurde der Feueralarm ausgelöst.

In Leinfelden-Echterdingen gibt es einige Hotelbetten mehr als in anderen Städten vergleichbarer Größenordnung. Das liegt natürlich an der Nähe zum Flughafen und zur Landesmesse. Entsprechend häufig taucht bei den Alarmmeldungen der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen das Stichwort „Auslösung Brandmeldeanlage“ in einem Hotel auf.

 

Doch auch angesichts des jüngsten Einsatzes am Montagabend in der Heilbronner Straße will der Kommandant Frank Luz nicht von einer auffälligen Häufung ausgelöster Brandmeldeanlagen in Hotels sprechen. In Leinfelden-Echterdingen gebe es halt einige Hotels mehr als in anderen derartigen Städten, deshalb seien hier eben einige Einsätze mehr als andernorts normal.

Feueralarm in Hotel in Leinfelden-Echterdingen ist ein exotischer Fall

Was den Einsatz am Montagabend in der Heilbronner Straße betrifft, da spricht Luz schon von einem „exotischen Fall“. Denn dort hat ein Hotelgast die Rauchmelder in seinem Zimmer abgeschraubt. Die Brandmeldeanlage hat die Störung des Informationsflusses erkannt und dementsprechend Alarm geschlagen, die Feuerwehr ist daraufhin ausgerückt. Gegen 21.30 Uhr mussten Gäste und Personal das Gebäude vollständig verlassen. „Die Anlage hat alles richtig gemacht, sie ist gut gewartet“, bestätigt Luz. Dass auf diese Art und Weise ihre Funktionalität herausgefordert wird, sei so nicht einprogrammiert.

In Beherbergungsbetrieben ist der Kräfteeinsatz höher als bei vielen anderen Objekten. Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften vor Ort, zudem war der Rettungsdienst vorsorglich mit neun Kräften in drei Fahrzeugen angerückt. Die Feuerwehr kontrollierte das Hotel gründlich und gab schnell Entwarnung. Es gab keine Verletzten.

In diesem Fall wird der Einsatz wohl in Rechnung gestellt. Luz schätzt, dass dies auf „einen niedrigen vierstelligen Betrag hinausläuft“. Es ist aber nicht die Sache der Feuerwehr zu ermitteln, wer konkret diesen Einsatz ausgelöst hat. „Die Rechnung geht an den Betreiber des Hotels“, so Luz, „und dieser muss dann selbst entscheiden, ob er sie weiterreicht oder nicht“.