Nah am Original: Tian Qiu zeigt die Nachbildung einer Niere. Foto:  

An der Uni Stuttgart forscht Tian Qiu an der Hightechmedizin der Zukunft. Seit Juli leitet der junge Wissenschaftler eine neue Arbeitsgruppe, die winzige Roboter für neue Therapien entwickelt. Ein Besuch im Labor.

Stuttgart - Tian Qiu hält sich nicht mit langen Vorreden auf. „Nehmen Sie Platz“, sagt der junge Wissenschaftler und deutet auf einen Stuhl. Schon sitzt er am Rechner und startet eine Powerpoint-Präsentation. Mit bloßem Auge hätte man ohnehin keine Chance, die winzigen Strukturen zu sehen, mit denen sich der 32-Jährige beschäftigt. Über den Bildschirm flimmern schematische Darstellungen und mikroskopische Aufnahmen sogenannter Nanopropeller. Mit ihrer gewundenen Form ähneln sie Korkenziehern. Sie sind allerdings viel kleiner: Jeder einzelne misst an der dicksten Stelle rund 500 Nanometer (Milliardstel Meter). Ein menschliches Haar ist ungefähr zweihundertmal so dick.

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