Zahlreiche Metalfans haben sich auf dem Cannstatter Wasen versammelt um Iron Maiden live zu erleben. Foto: Lichtgut/Ferdinando Iannone

Rund 45.000 Fans feiern am Samstagabend entspannt und gut gelaunt Iron Maiden auf dem Cannstatter Wasen. Erste Eindrücke vom großen Metal-Spektakel.

 In der Regel sagen Fans nichts Schlechtes über ihre Bands und deren Konzerte. Sollte das doch mal der Fall sein, ist wirklich etwas schiefgelaufen, oder war nicht gut. Und keine Sorge, beim Spektakel-Auftritt von Iron Maiden war es kein bisschen anders. Wen man auch fragte, der Auftritt der britischen Metal-Legenden gefiel durchweg. „Super“, „sensationell“ und „guuut“, sagen die Leute, kurz vor Konzertende.

 

Vn überall her sind die Menschen angereist, 45.000 insgesamt, um die Band und ihr Maskottchen Eddie live zu sehen; etwa aus Freiburg, Künzelsau oder der Ulmer Gegend. Im Publikum sprechen sie Spanisch und Englisch. Andrea (51) und Jo (38) erzählen, dass ihnen vor allem die Klassiker gefallen hätten, die am Abend gespielt wurden, und Felicitas (40) und Antonia (16) sagen vor Konzertbeginn, dass sie die Band sehen wollen, die all die Jahre so fantastisch war.

Die Gruppe aus der Nähe von Günzburg freut sich auf Iron Maiden. Sie erwarten sich Spaß und coole Leute. Foto: Swantje Kubillus/StZN

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„Wir sind gekommen, um Spaß zu haben und coole Leute zu treffen“, sagt eine fünfköpfige Gruppe, die aus der Nähe von Günzburg angereist ist und zum ersten Mal ein Maiden-Konzert besucht. Schon am Nachmittag pilgern die Fans auf den Cannstatter Wasen, auf dem man sich bis zum großen Auftritt um 20:30 Uhr noch gut die Zeit vertreiben kann.

Mit Bratwurst, Pommes und Bier gemeinsam aufs große Event hinfiebern und quatschen. Schwarze Kluften, wohin das Auge blickt, dazu der Iron Maiden-Schriftzug und Eddie in allen erdenklichen Variationen – wie es der Code vorgibt. Einmal schüttet es noch vor der Vorband Avatar, die den Metallern schon gut einheizt, wie aus Kübeln, doch dann bleibt es stabil – und das Publikum auch!

Das Iron-Maiden-Gefühl: Eine große Metal-Familie

Als dann endlich am Abend die große Show losgeht, nachdem der Ufo-Einspieler „Doctor Doctor“ gelaufen ist, und der Song „Murders in the Rue Morgue“ gespielt wird, bedankt sich Frontmann Bruce Dickinson bei seinen vielen Fans, die trotz des Regens am Tag ausgeharrt und gewartet haben. Die „Troopers“, wie sie in Anlehnung an den großen Maiden-Hit „The Trooper“ auch genannt werden, skandieren mit dem Metal-Gruß. Und eines fällt auf: Es geht hier unglaublich entspannt zu.

Zum Maiden-Gefühl gehört es auch, Teil einer globalen Metal-Familie zu sein: vom Teenager bis zum Metal-Urgestein sind sie da, auch Eltern mit ihren Kindern – alle lieben Steve Harris und seine Crew – und stellen das auch unter Beweis. Pogen, tanzen, singen – dazu die große Maiden-Show. Um kurz vor Neun, zum Song „Killer“ erscheint auch Eddie das erste Mal auf der Bühne! Die Gitarren feuern übers Feld. Vieles wird noch in den zwei Konzertstunden am Abend geboten sein. Handys beim Konzert sehen Iron Maiden nicht so gern, manch Fan lässt sich das Andenken aber nicht nehmen.

Mit „Always Look on The Bright Side of Life“ schlendern sie dann um 22:30 Uhr in die Nacht. Die Mercedesstraße wird nochmal zur großen Fanmeile und ziemlich sicher wird in der ein oder anderen Bar in Bad Cannstatt nochmal über das ein oder andere Riff sinniert.