Strahlende Gesichter in Calw: Die Landesliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen bejubeln ihren Meistertitel. Foto: Privat

Die Landesliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen schaffen nach dem 33:27-Sieg bei der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell den Sprung in die Verbandsliga.

Mit einem finalen 33:27-Erfolg im Spitzenspiel bei der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell haben sich die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen II am vergangenen Wochenende den Titel in der Staffel 2 der Landesliga geholt und zudem den Direktaufstieg in die Verbandsliga perfekt gemacht. Dabei war der Aufstieg des HC II vor der Runde nicht einmal das Ziel gewesen. Nachdem das Team in den beiden Spielzeiten zuvor als jeweils Achtplatziertes nur knapp dem Abstieg entronnen war, sollte es in der Saison 2025/2026 ein Platz unter den besten vier werden. „Letztlich waren wir aber in puncto Qualität die beste Mannschaft, und deshalb ist der Aufstieg auch völlig verdient“, sagt der Trainer Felix Link, der den Verbund auch in der kommenden Verbandsliga-Saison anleiten wird.

 

In Calw waren beide Teams zur Pause vor den rund 200 Zuschauern in der Walter-Lindner-Sporthalle – darunter auch rund 50 Gästefans – beim Stand von 16:16 zwar noch gleichauf gewesen, doch schon da war dem HC II die Meisterschaft kaum mehr zu nehmen. Denn die Gastgeberinnen hätten aufgrund der hohen Hinspielniederlage mit acht Toren Unterschied gewinnen müssen, um auf der Zielgeraden noch am HC II vorbeiziehen zu können. Sie müssen jetzt als Tabellenzweite in der Saisonverlängerung noch um den Sprung nach oben kämpfen.

Zwar war der HC II zunächst mit einer 20:29-Niederlage bei der HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See in die Saison gestartet und verlor dann auch noch überraschend am fünften Spieltag das Stadtderby beim Aufsteiger SV Fellbach mit 23:24, danach allerdings spielte sich das Team in einen Flow. In den folgenden 13 Spielen gaben die Spielerinnen nur noch beim 22:22 beim Aufsteiger SG Weinstadt II einen Punkt ab.

Starke Abwehr, Tempospiel und zwei gute Torhüterinnen

Mitentscheidend für den Erfolg waren die starke 6:0-Abwehr und die beiden Torhüterinnen Lena Bürkle und Kim-Nicole Bauer, die für Felix Link die beiden stärksten in der gesamten Liga waren. Überdies überzeugte der HC mit seinem Tempospiel, bei dem er sich stets auf die schnellen Außenspielerinnen verlassen konnte. Allen voran auf Marlen Pfeiffer, die mit 79 Feldtoren die erfolgreichste Werferin im Team war. Im Positionsangriff zog die erfahrene Nina Beyerle, 30, die Fäden, die nach langer Verletzungspause erst zur Rückrunde voll eingestiegen war und die Qualität noch einmal anhob.

Am Wochenende will der HC II auch noch Pokalsieger werden

In der kommenden Saison ist nun der Klassenverbleib das oberste Ziel. „Wenn wir am Ende in der Zwölferstaffel Achte werden, wäre das super“, sagt Felix Link, der am 22. Juni mit der Vorbereitung aufs „Abenteuer Verbandsliga“ beginnt. Zuvor, am kommenden Wochenende, will der HC II aber erst noch das Double schaffen. Im Bezirkspokal-Halbfinale geht es am Samstag, 18 Uhr, in der Schmidener Sporthalle gegen die SF Schwaikheim II. Und im Erfolgsfall am Sonntag, 15 Uhr, ebenfalls in Schmiden, im Finale gegen den Sieger der Partie HSK Urbach/Plüderhausen – HSG Oberer Neckar.

   HC Schmiden/Oeffingen II: Lena Bürkle, Bauer – Pfeiffer (7), Beyerle (7), Ugele (5), Weiß (4), Scherer (3/3), Richter (2), Markovic (2), Haak (2), Paul (1), Haase, Faßnacht, Nossek, Emily Bürkle, Raiser.