Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen verlieren gegen die TSG Haßloch das erste von sechs Spielen in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga mit 25:28.
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen sind am Sonntagnachmittag in heimischer Halle mit einer 25:28-Niederlage (11:14) gegen die TSG Haßloch (Regionalliga-Meister Südwest) in die Aufstiegsrunde zur dritten Liga gestartet. Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen aufseiten der Gastgeber, das zudem an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war. Dass das Team um das Trainergespann Anja Itterheim und Jürgen Krause sowie Torwarttrainer Thomas Rost am Ende den Kürzeren zog, war vor allem zwei Faktoren geschuldet: Zum einen war da die Trefferquote von nur 50 Prozent und zum anderen die Tatsache, dass die beiden Torhüterinnen Chantal Schmid und Michelle Hoffrichter diesmal kein Faktor waren – auch wenn letztgenannte in der Schlussphase einige wenig wichtige Bälle parierte. Zusammen kam das Duo gerade einmal auf 28 Prozent gehaltener Bälle und hatte damit klar das Nachsehen gegenüber der groß gewachsenen TSG-Torfrau Medina Martinovic.
Überdies hat den Gastgeberinnen diesmal eine Spielerin mit kühlen Kopf gefehlt, eine, die Ruhe ins Spiel nach vorn gebracht und mit Übersicht und Besonnenheit die Fäden gezogen hätte. So waren die Schmidenerinnen, die nur beim 9:8 (17. Minute) einmal geführt hatten, immer wieder mit bis zu vier Toren in Rückstand gelegen. Hernach kämpften sie sich zwar heran, mitunter bis zum Gleichstand, um dann aber wieder mit fatalen Würfen oder Aktionen den Gegnerinnen in die Karten zu spielen. So auch in der Schlussphase. Nach dem 24:21-Treffer der Haßlocherinnen (51.) glichen die HC-Spielerinnen zum 24:24 aus und egalisierten kurz darauf auch wieder die 25:24-Führung der TSG mit einem Tor von Sara Kuhrt (57.). Das sollte es dann aber gewesen sein.
Der HC Schmiden/Oeffingen bringt sich selbst um den Lohn
Nach dem 26:25 von Angelina Schreyer, die auch die restlichen zwei TSG-Tore erzielen sollte, haben sich die HC-Frauen selbst um den Lohn ihrer vielen Aufholjagden in diesem Spiel gebracht. Erst scheiterte Larissa Bürkle, die trotz ihrer am Ende neun Tore einen gebrauchten Tag erwischt hatte, einmal mehr frei an Medina Martinovic, danach misslang Seema Awad ein völlig überhastetes und risikoreiches Anspiel an Kreisläuferin Maike Kienzlen und diese spielte, nachdem der HC in der Abwehr abermals den Ball gewonnen hatte, die Kugel noch in der eigenen Hälfte direkt zurück in die Hände einer Gegenspielerin. Die Folge war das 27:25 für die TSG 58 Sekunden vor Schluss.
Als nach einer Auszeit des HC-Trainerteams dann auch noch Sara Kuhrt bei einem Siebenmeter an Medina Martinovic scheiterte, war die unnötige Niederlage nicht mehr abzuwenden. „Hätten wir nur ein bisschen besser getroffen, hätten wir gewonnen“, sagte Anja Itterheim und haderte mit dem Chancenwucher.
Maike Fetzner von der TSG Haßloch trifft sieben Mal vor der Pause
In der Abwehr hatten die Gastgeberinnen nur zu Beginn Probleme gehabt, als das Timing nicht stimmte und die Rechtsaußen Maike Fetzner immer wieder frei zum Wurf kam. Sie erzielte alle ihre sieben Tore in der ersten Hälfte – ohne einen Fehlwurf. Nach der Pause taten sich die Gäste dann mitunter auch im Positionsangriff schwer, sodass der Trainer Marc-Robin Eisel, auch Rückraum-Mitte-Spieler beim Zweitligisten Eulen Ludwigshafen, kurzfristig auf einen 7:6-Angriff umstellte – bis Michelle Hoffrichter ins leere TSG-Tor traf (17:20; 45.)
Am kommenden Sonntag geht es gegen FA Göppingen II
In der Tabelle der Aufstiegsrunde steht die TSG nun mit 3:1 Punkten vor dem Team von FA Göppingen II (1:1), das am kommenden Sonntag, 13 Uhr, zu Gast in Schmiden sein wird (der TSV Ebersberg Fort United hatte noch kein Spiel). Dann muss aufseiten des HC die Trefferquote und die Bilanz der Torhüterinnen deutlich besser sein, wenn sich das Team nicht schon frühzeitig aus dem Rennen um die beiden Aufstiegstickets verabschieden will. „Wir haben gut mitgehalten und kämpferisch überzeugt. Wir müssen den Kopf nicht in den Sand stecken“, sagt Anja Itterheim.
HC Schmiden/Oeffingen: Schmid, Hoffrichter (1) – Bürkle (9/2), Kuhrt (4/1), Epp (3), Awad (2), Ehrhardt (2), David (2), Lutz (1), Kienzlen (1), Ugele, Gaiser, Markovic, Haase.