Regionale Weine im Fokus: Die Messe „Wein von daheim" in Großbottwar (Kreis Ludwigsburg) bietet am Samstag und Sonntag die Chance, lokale Weingüter und ihre Besonderheiten zu entdecken.
Regional essen ist in. Und das ist auch gut so. Beim regionalen Trinken sieht es dagegen etwas anders aus. Noch immer landen überwiegend diejenigen Weine in den Gläsern der deutschen Verbraucher, die aus Italien, Neuseeland oder sonstwoher stammen – und nicht aus der Umgebung. Dabei hätte man ja in der Region um Ludwigsburg genügend lokale Weingüter.
Wer Wein mag und das Angebot vor der Haustüre einmal ausgiebig testen will, ist deshalb bei der Messe „Wein von daheim“ richtig, die an diesem Wochenende in der Großbottwarer Harzberghalle stattfindet. 17 Weingüter und Genossenschaften, hauptsächlich aus dem Bottwartal, aber auch von drumherum, präsentieren ihre Weine am Samstag, 28. Februar, von 17 bis 22 Uhr, und Sonntag, 1. März, von 13 bis 18 Uhr.
Diese Weingüter sind auf der Messe
Mit dabei: Weingärtnergenossenschaft Aspach, Weingut Bruker, WG Cleebronn und Güglingen, Bottwartaler Winzer, Weinmanufaktur ExNicrum, Bio-Weingut Forsthof, Weingut und Edelbrennerei Gemmrich, Weingut Hanke, Käsbergkeller Mundelsheim, Weingärtner Marbach, Biologisches Weingut Sankt Annagarten, Bio-Weine Schlossgut Hohenbeilstein, Weingut Schüle, Weingut Schütz, Weingut Waldbüsser, Weingut Sturmfeder und Weinkultur Kirchheim.
Sie alle bringen eine Auswahl ihrer Weine – bis zu acht Stück – mit zu der zweitägigen Messe in Großbottwar. Die Besucher von „Wein von daheim“ können dann in der Harzberghalle von Stand zu Stand schlendern und die Produkte der örtlichen Wengerter verkosten.
Vor allem kann man dabei aber auch mit den Weinmachern ins Gespräch kommen und all seine Fragen loswerden: Wo kommen die Weine genau her? Was macht sie so besonders? Wie läuft die Arbeit im Wengert? Was sind die Herausforderungen für die Winzer hierzulande? Warum kosten hiesige Weine oft mehr als die von anderswo?
Dieser Kontakt, das Kennenlernen und das Gespräch hält Uli Eitel, Organisator der Weinmesse, für enorm wichtig. Er hat im vergangenen Jahr schon eine Messe mit regionalen Weinmachern in Löchgau auf die Beine gestellt. Was ihn antreibt, ist die Leidenschaft zum Thema Wein und zur Kulturlandschaft der Steillagen.
Diese, so sagt er, „geht leider vor die Hunde“. Ihm ist klar, dass er die Entwicklung mit der Messe nicht aufhalten kann. „Aber ich will etwas machen. Und sei es nur im ganz Kleinen.“ Vielleicht könne er den einen oder anderen Besucher der Messe ja überzeugen, künftig (mehr) hiesigen Wein zu trinken. Und vielleicht gebe der seine Erfahrungen und Erkenntnisse ja an andere weiter.
Das Interesse an der zweiten Auflage „Wein von daheim“ ist jedenfalls groß. Inzwischen ist der Vorverkauf beendet und es gibt nur noch vor Ort an den jeweiligen Veranstaltungstagen Tickets. Besonders am Samstag, 28. Februar, empfiehlt es sich daher, früh da zu sein, um noch eine Eintrittskarte zu bekommen. Für Sonntag, 1. März, gibt es aktuell noch ausreichend Kapazitäten.
Kostenloser Bustransfer
Parkmöglichkeiten sind direkt an der Harzberghalle vorhanden. Zudem gibt es einen kostenlosen Bustransfer von der Haltestelle Großbottwar-Rosenplatz zur Harzberghalle.
Neben den Weinmachern präsentieren auch einige regionale Erzeuger sich und ihre Produkte auf der Messe. Für Snacks zum Wein ist ebenfalls gesorgt. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf den Steillagen-Projekten im Landkreis Ludwigsburg. Einige von ihnen stellen sich und ihr Engagement ebenfalls auf der Messe vor.