Schiedsrichter Tobias Stieler bleibt nichts anderes übrig, als Lorenz Assignon die Rote Karte zu zeigen. Foto: Baumann/Julia Rahn

Nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung sieht Lorenz Assignon die Rote Karte. In der Bundesliga wird der Franzose dem VfB erst einmal fehlen.

Sein Auftritt beim 0:5 gegen den FC Bayern war ein denkbar kurzer, bleibt aber in nachhaltiger Erinnerung: Erst in der 74. Minute für Josha Vagnoman eingewechselt, spielte Lorenz Assignon den Ball nur sieben Zeigerumdrehungen später nach einem Schuss von FCB-Außenstürmer Michael Olise dicht vor dem eigenen Tor mit der Hand. Da der Ball reingegangen wäre, blieb dem Schiedsrichter Tobias Stieler gar nichts anderes übrig, als den Franzosen mit der Roten Karte vom Platz zu schicken (81.).

 

„Das war eine Kurzschlusshandlung mit dem ersten Impuls: ‚Ich möchte ein Tor verteidigen’. Das alles passiert ja in Millisekunden“, sagte der VfB-Trainer Sebastian Hoeneß: „Aber es war sicherlich nicht die richtige Entscheidung. Wir sind dann in Unterzahl – und er steht uns jetzt nicht zur Verfügung für den Endspurt in diesem Jahr.“

Denn das vierte Gegentor, das Assignon mit seiner Aktion verhindern wollte, fiel durch den anschließend sicher verwandelten Elfmeter von Harry Kane dennoch. Und der Rechtsverteidiger fehlt dem VfB nun durch seine Sperre. Mindestens eine Partie in der Bundesliga fällt Assignon nun aus, wobei Handspiel vom DFB-Sportgericht meist als „unsportliches Verhalten“ gewertet wird, was eine Sperre von mindestens zwei Partien nach sich ziehen würde.

Das würde bedeuten, dass für Assignon nach dem Europa-League-Spiel an diesem Donnerstag (18.45 Uhr) gegen Maccabi Tel Aviv in diesem Jahr Schluss wäre. Denn bis zum Monatsende stehen danach für den VfB noch die beiden Bundesligapartien bei Werder Bremen sowie zuhause gegen die TSG Hoffenheim an.