Der Trainer Richard Babjak will mit seinem Team in jedem Spiel besser werden. Foto: Maximilian Hamm

Die Handballer des TSV Schmiden empfangen am Sonntag, 17 Uhr, den Tabellenvorletzten TuS Altenheim.

Wer in diesen Tagen auf die Internetseiten des TuS Altenheim schaut, findet dort eine Vorschau auf das nächste Handballspiel. In den Zeilen schwingt eine gewisse Ehrfurcht mit. Wenn der Tabellenvorletzte am Sonntagabend, 17 Uhr, beim Oberliga-Tabellenführer TSV Schmiden gastiert, mag das verständlich sein. Es ist von der „derzeit wohl schwersten Aufgabe, die man haben kann“ die Rede. Auch das ist nicht von der Hand zu weisen, und wahrscheinlich würde da auch der Schmidener Trainer Richard Babjak zustimmen. Mit einem anderen Satz dürfte er allerdings nicht einverstanden sein: „Der TSV hat das Ziel Aufstieg.“ Selbstverständlich blicken die Abteilungsverantwortlichen schon mal in Richtung Regionalliga, das ist bei diesem Tabellenstand folgerichtig. Und doch sagt Richard Babjak: „Mein Ziel ist es, mit dieser Mannschaft in jedem Spiel besser zu werden. Fehler aus der vergangenen Begegnung möchte ich nicht mehr sehen. Wenn ich keine Verbesserung sehe, werde ich sauer, auch wenn wir gewinnen.“

 

Das ist sicherlich das letzte, was die Handballer des TSV Schmiden wollen: ihren Trainer mit dem stoisches Gemüt in Wallung bringen.

Die Trefferquote muss wieder besser werden

Trotz der überzeugenden Auftritte zuletzt hat Richard Babjak im Spiel seiner Mannschaft immer wieder Kleinigkeiten gefunden, die ihm nicht so gut gefallen haben. Beim jüngsten 38:28-Erfolg in Leonberg war das zum Beispiel die Trefferquote in der ersten Spielhälfte. Es wäre für die Stimmungslage des Trainers also vorteilhaft, wenn die Gastgeber diese im Heimspiel am Sonntagabend verbesserten.

Die Rollen sind eigentlich klar verteilt

Trotz der auf dem Papier – und auf den Internetseiten der Gäste – eindeutigen Rollenverteilung mahnt Richard Babjak zur Vorsicht: „Es ist im Kopf anstrengender, wenn der Erste gegen den Vorletzten spielt, als wenn der Erste gegen den Zweiten spielt.“ Damit spricht er die verbreitete Eigenschaft an, dass der Favorit den vermeintlich schwächeren Gegnern gern mal unterschätzt. „Wir sind gewarnt. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute unser Spiel durchbringen, dann gewinnen wir auch“, sagt der TSV-Coach. Am liebsten wäre es ihm ja, wenn nach kontinuierlichen Verbesserungen im Team dann am Ende der Saison auch noch der Aufstieg in die Regionalliga stünde.