Die Handballer des TSV Schmiden setzen sich auch gegen die Gäste der SG Pforzheim/Eutingen II durch – 30:26 – und stehen jetzt einsam ganz oben im Klassement.
Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Handballer des TSV Schmiden die ersten Verfolger des Tabellenführers HSG Konstanz II. Nach dem zehnten Spieltag hat sich die Situation in der Oberliga deutlich verändert. Der ehemalige Verfolger ist jetzt der Gejagte. Die Mannschaft um den Trainer Richard Babjak hat am Samstagabend vor den rund 200 Zuschauern gegen die zweite Vertretung der SG Pforzheim/Eutingen mit 30:26 gewonnen und damit in drei Begegnungen in Folge in der heimischen Sporthalle drei der ernstzunehmendsten Konkurrenten von ihrer Klasse überzeugt. Nach den Erfolgen gegen die Gäste des TV Ehingen (31:30) und der HSG Konstanz II (31:27) folgte nun also der überzeugende Sieg gegen ein Pforzheimer Team, das sich ebenfalls spielstark zeigte, in den entscheidenden Situationen dem Tabellenführer aber unterlegen war. „Unsere Abwehr war über 50 Minuten überragend“, sagte Richard Babjak.
Nach dem 27:20 zu früh ausgeruht
Ein Handballspiel dauert ja bekanntlich 60 Minuten, deshalb war der Coach des TSV Schmiden auch nicht hundertprozentig zufrieden mit der Defensivleistung seines Teams. Da war zunächst der Start in die Begegnung. Da waren die Gastgeber noch nicht so richtig bei der Sache, lagen zurück. Und dann war da noch diese kurze Schwächephase zwischen der 54. und der 58. Spielminute, als die Schmidener Handballer ihre Gegner von 20:27 auf 25:28 herankommen ließen. Diese Schwächephase folgte unmittelbar auf ausgesprochen torreiche Minuten, in denen Eric Bühler, mit sechs Treffern am Samstagabend von der rechten Außenbahn zweitbester TSV-Schütze, und seine Mitstreiter selbst von 23:20 auf 27:20 davongezogen waren. „Da hat mein Team wohl gedacht, es sei schon vorbei“, sagte Richard Babjak, der seine Spieler in einer Auszeit jedoch vom Gegenteil überzeugen konnte. Und so zeigte dieses Auf und Ab eindrücklich, wie sehr der Kopf auch in diesem Sport immer wieder eine entscheidende Rolle spielt. Und im Fall der Schmidener Handballer zeigte es eben auch, wie sehr die Mannschaft zuletzt gereift ist.
Lerneffekt von Woche zu Woche
Richard Babjak sieht sie mehrmals wöchentlich im Training; er sieht am Wochenende auch regelmäßig, wie sie sich mit den Ligakonkurrenten misst. Und was er sieht, stimmt ihn hoffnungsvoll. „Ich sehe einen Lerneffekt von Woche zu Woche. Was wir in der vergangenen Woche noch schlecht gemacht haben, ist in dieser Woche besser geworden“, sagte der Coach des TSV. Selbstverständlich ist es so, dass dann eben eine andere Kleinigkeit nicht so gut klappt, das perfekte Spiel existiert wohl nur in der Theorie.
Der erste Verfolger heißt jetzt HTV Meißenheim
Doch Richard Babjak kann beim Blick auf die Tabelle zufrieden sein. Drei Spiele vor dem Ende der Hinrunde führen die Handballer des TSV Schmiden das Klassement an und haben schon einen kleinen Abstand geschaffen zwischen sich und den Verfolgern. Der erste Verfolger heißt jetzt HTV Meißenheim, bei dem sie vor rund einem Monat ein 31:31-Unentschieden erzielt haben. Auch dort hätten sie gewinnen können, doch in den finalen gut vier Spielminuten versäumten sie es, ins gegnerische Gehäuse zu treffen. Eine Schwächephase eben, die immer mal wieder vorkommen kann.
Am Samstag steht das Spiel bei der HSG Ettlingen an
„Jetzt sind wir die Gejagten“, sagte Richard Babjak. Als nächstes wird der Verbund der HSG Ettlingen am nächsten Samstagabend (20 Uhr, Franz-Kühn Halle in Ettlingen-Bruchhausen) versuchen, dem Tabellenführer aus Schmiden ein Bein zu stellen. TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Feirabend (7/3), Bühler (6), Robin Paul (6), Baur (3), Geßwein (2), Klein (2), König (2), Funk (1), Nick Traub (1), Pichler, Weber, Züfle.