Tobias Pichler (mit Ball) trifft zweimal für die Handballer des TSV Schmiden, aber auch er kann die Abwehr der Gastgeber nicht stabilisieren. Foto: Maximilian Hamm

Die Handballer des TSV Schmiden zeigen in der Defensive ihre schwächste Vorstellung in dieser Oberliga-Saison und verlieren gegen den SV Leonberg/Eltingen mit 35:36.

Eric Geßwein hatte Sekunden vor Schluss überraschend doch noch die Chance bekommen, den Handballern des TSV Schmiden einen Punkt zu schenken; doch er warf am Tor vorbei. Damit war die erste Niederlage in dieser Oberliga-Saison besiegelt. Die Gastgeber verloren am Samstagabend vor den rund 150 Zuschauern gegen die Mannschaft des SV Leonberg/Eltingen mit 35:36 (15:17). Dabei war diese Niederlage keineswegs der mangelnden Torausbeute zuzuschreiben – vielmehr zeigte das Team um den Trainer Richard Babjak in der Abwehr ihre schwächste Saisonleistung. „Wir hatten gewusst, was wir tun müssen, aber wir haben es einfach nicht umgesetzt. Wir waren nicht aggressiv, und die Absprache hat nicht geklappt“, sagte der Coach.

 

Die Gäste liegen kein einziges Mal in Rückstand

Der Punktgewinn wäre am Samstag tatsächlich ein Geschenk gewesen. Nicht unbedingt von Eric Geßwein, aber sicherlich von den Gästen aus Leonberg. Diese lagen über die gesamten 60 Spielminuten nie in Rückstand, zeigten im Angriff eine gelungene Vorstellung; doch auch sie vernachlässigten die Arbeit in der Verteidigung. Das mag daran gelegen haben, dass sie nach drei Niederlagen in Serie und zuletzt einem Trainerwechsel noch nicht sicher genug waren. Angeführt von ihren üblichen Torgaranten Yannik Oral (zehn Treffer) und Felix Wiederhöft (neun Treffer) waren sie aber vorn stets gefährlich und überrumpelten den Abwehrverbund des Gegners regelmäßig. Oftmals bekamen sie überhaupt keine Gegenwehr zu spüren.

Über Außen läuft es zunächst nicht erfolgreich

Sehr zum Ärger von Richard Babjak, der neben seinem Assistenten Patrick Rothe recht ungläubig am Spielfeldrand stand und sein Team nicht wiederzuerkennen schien. Die Tabellenführung nach dem fünften Spieltag hatte es sich ja hauptsächlich wegen der stabilen Abwehr verdient. Doch am Samstagabend lief es auch über die Außenpositionen zunächst nicht wie gewünscht. Paul Feirabend und Lino Klein vergaben von links zu oft, er spät in der Begegnung zeigte Eric Bühler sich auf der rechten Seite treffsicher. Das war auch ein Grund, wieso die Schmidener Handballer immer wieder dicht dran waren am Gegner. „Wir haben es in diesen Situationen aber oft verpasst nachzulegen“, sagte der Trainer Richard Babjak.

Der TSV macht zu viele technische Fehler

Das Trefferbild bei den Gastgebern ist recht ausgeglichen, fast alle Akteure haben sich in die Torschützenliste eingetragen. Joey König oder auch Robin Paul aus dem Rückraum, Tobias Pichler vom Kreis. Doch auch sie scheiterten immer wieder am gut aufgelegten SV-Tormann Joshua Denk. Und sie konnten diese Oberliga-Begegnung auch deshalb nicht gewinnen, weil sie zu viele technische Fehler machten. In der Folge haben die Handballer des TSV Schmiden die Tabellenführung nach dem sechsten Spieltag an die zweite Vertretung der HSG Konstanz abgegeben. Hauptsächlich aber wegen der vernachlässigten Verteidigung.

TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Bühler (4), Feirabend (4/2), Klein (4/1), König (4), Züfle (4), Baur (3), Geßwein (3), Nick Traub (3), Funk (2), Robin Paul (2), Pichler (2), Boss.