Die Chemie stimmt: Frauen-Trainer Frank Gehrmann verlängerte seinen Vertrag beim SV Leonberg/Eltingen um ein weiteres Jahr. Foto: Andreas Gorr

Oberliga-Frauen des SV Leonberg/Eltingen kommen unfreiwillig zu einem sportfreien Samstag – viele Spielerinnen stecken im Stau. Trainer Gehrmann verlängert bis Juni 2027.

Als die Partie des SV Leonberg/Eltingen beim TV Flein am Samstag um 18 Uhr hätte angepfiffen werden sollen, da saßen die meisten Spielerinnen der Wildcats noch im Auto und standen im Engelbergtunnel in einem mächtigen Stau. Die Partie wurde nach Rücksprache mit dem Staffelleiter der Handball-Oberliga abgesagt. Der Nachholtermin steht noch nicht fest.

 

Der Großteil der Mannschaft des SV hatte keine Chance, nach Flein zu gelangen. Sie befanden sich bereits im Dunstkreis des Tunnels als sich an dessen Nordportal in Fahrtrichtung Heilbronn ein Unfall mit elf Fahrzeugen ereignete, sodass die Autobahn gesperrt werden musste. „Ein Umfahren war für die Spielerinnen nicht möglich“, erzählt SV-Trainer Frank Gehrmann, „der Unfall war erst kurz zuvor passiert, sodass die Sperrung noch gar nicht bekannt war.“

Torhüterin Lani Gronwald (hier im Spiel gegen den TSV Rot-Malsch) war eine der fünf Wildcats, die es nach Flein geschafft hatten. Foto: Andreas Gorr

Nur ein kleines Häufchen der Wildcats hatte es nach Flein geschafft: Cheftrainer Gehrmann, der in Pleidelsheim wohnt und ohnehin eine kurze Anreise hatte, sowie die Spielerinnen Lani Gronwald, Sara Karwounopoulos, Gina Stimmler, Julia Wolf und Paula Klotz sowie die Mutter von Julia Wolf, die als Zeitnehmerin eingeteilt war.

Späterer Anpfiff ist keine Option

Nach Gesprächen entschieden sich die Verantwortlichen, die Partie abzusetzen. Ein späterer Anpfiff war nicht möglich, da die Partie der Männer des TV Flein um 20 Uhr auf dem Terminplan stand. „Es hätte auch keinen Wert gehabt“, sagt Gehrmann, „mit einer Mannschaft anzutreten, von der der Großteil der Spielerinnen drei Stunden im Auto im Stau gesessen haben.“ Natürlich hätten die Wildcats gerne gespielt und ihre Serie von drei Siegen in Folge ausgebaut.

Schon vor dem Spielausfall in Flein hatte der SV Leonberg/Eltingen den im Sommer 2026 endenden Vertrag von Gehrmann um ein Jahr verlängert. „Das Gespräch dauerte nur fünf Minuten“, berichtete der Coach, „dann waren wir uns einig.“ Der frühe Zeitpunkt der Entscheidung mag erstaunen, doch das hatten die Beteiligten so geplant. Der Kontrakt lief zunächst für ein Jahr – er sollte Frank Gehrmann, der neu beim SV angeheuert hatte, und der Handball-Abteilung die Chance bieten, sich kennenzulernen. Nachdem beide Seiten die Zusammenarbeit positiv bewerten, stand einer Verlängerung nichts mehr im Wege. „Mit Ausnahme von einem Verein“, betont Gehrmann, „habe ich immer länger bei Clubs gearbeitet. Um etwas umzusetzen, benötigt man mehrere Jahre.“