Der SV Leonberg/Eltingen setzt sich beim Spitzenteam von TuS Ottenheim mit 36:35 durch und beendet die Hinrunde in der Handball-Oberliga in der oberen Tabellenhälfte.
SV Leonberg/Eltingen haben die Hinrunde mit einem Ausrufezeichen beendet. Der Aufsteiger setzte sich vier Tage nach dem schwachen Auftritt beim TV Flein beim bisherigen Zweiten TuS Ottenheim mit 36:35 (19:17) durch und feierte den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen.
Damit beendet der Aufsteiger die erste Halbserie der Saison auf Rang fünf. „Das war wirklich ein tolles Handballspiel von beiden Seite, und wir haben immer wieder die richtigen Antworten gehabt“, lobte SV-Trainer Frank Gehrmann den Auftritt seiner Frauen.
Starkes Ottenheimer Duo wird entschärft
Beim TuS Ottenheim strahlte vor allem die Achse um die zweitligaerfahrene Spielmacherin Alicia Burger (10 Tore) und Kreisläuferin Nadine Makelko (8) enorme Gefahr aus. „Wir waren oft dicht an ihnen dran, aber beide haben auch unter Bedrängnis getroffen und stets gute Entscheidungen getroffen“, zollte SV-Coach Gehrmann dem Ottenheimer Duo Respekt.
Die Wildcats hielten in der Defensive mit großem Kampfgeist dagegen und kamen bei Tempogegenstößen häufig über die zweite Welle zum Erfolg. „Sonst ist das eigentlich nicht unsere stärkste Waffe, aber damit waren wir konsequent erfolgreich“, lobte Gehrmann seine Mannschaft.
Verlassen konnten sich die Wildcats in Ottenheim zudem auf Simona Schmaderer. Obwohl die rechte Rückraumspielerin einige Pausen hatte, war sie am Ende mit 13 Toren treffsicherste Spielerin auf dem Feld. Auch als Gehrmann sie auf die Außenbahn beorderte, fand die Linkshänderin stets eine Lücke in der gegnerischen Abwehr. Ohnehin war rechts die Schokoladenseite des SV-Angriffs, Ines Berkemer erzielte dort fünf Tore.
Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Bis zum 4:4 hatten die Gäste stets vorgelegt, beim 5:4 lagen die Gastgeberinnen erstmals in Führung. Das gelang beim 6:5 durch Kreisläuferin Makelko erneut – es sollte aber das letzte Mal im gesamten Spiel bleiben. Schmaderer traf postwendend zum 6:6. Zwei weitere Tore von Schmaderer und Julia Wolf sorgten beim 6:8 (12.) für die erste Zwei-Tore-Führung der Wildcats.
Der TuS Ottenheim glich nach 17 Minuten zwar wieder zum 11:11 aus, lag aber zwei Minuten vor der Pausensirene mit 15:19 zurück, ehe in Unterzahl noch der 17:19-Halbzeitstand gelang. Großen Anteil daran hatte SV-Torhüterin Maike Kilper, die Mitte der ersten Hälfte Lani Gronwald ersetzte und einige Würfe von Ottenheim entschärfte.
In der zweiten Hälfte glichen die Gastgeberinnen schnell zum 19:19 (33.) aus, schafften es jedoch nicht, die Partie auf ihre Seite zu ziehen. Nach jedem Ausgleich gingen die Wildcats wieder mit einem oder zwei Treffern in Führung. Auch nach dem 34:34 vier Minuten vor Schluss blieben die Gäste eiskalt und erarbeiteten sich – dank enger Deckung gegen TuS-Spielmacherin Alicia Burger – ein vorentscheidendes 36:34, die Ottenheim auch mit offener Deckung in der Schlussphase nicht mehr egalisieren konnte.
Trotz 35 Gegentoren war Coach Gehrmann zufrieden
„Wir konnten gegen diese starke Offensive nicht alles verteidigen, aber ein paar wichtige Bälle haben am Ende den Unterschied ausgemacht“, freute sich Gehrmann. Trotz 35 Gegentoren habe die Defensive sehr stark agiert, in einigen Spielen mit weniger Gegentoren sei sie nicht so gut gewesen. SV Leonberg/Eltingen: Kilper, Gronwald – Schmaderer (13), Wolf (6/1), Berkemer (5), Karwounopoulos (3/2), Lily Thines (3), Ulrich (2), Bergthold (2), Conzelmann (1), Baric (1), Klotz, Ridder, Lia Thines.