Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen am Sonntagabend bei der HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II mit 31:26.
Die Aufstiegsrunde der Regionalliga soll nur eine Zwischenstation für die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen sein, wenn auch eine notwendige. Das Ziel ist der Aufstieg in die dritte Liga. In den vergangenen Jahren haben sie das Zwischenziel zweimal erreicht, sind aber zweimal am Aufstieg gescheitert. In dieser Saison soll es klappen. Das Rennen um die beiden Plätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen, hat sich jedoch zu einem Dreikampf entwickelt. Bis vor Kurzem schien das HC-Team dabei die schlechtesten Karten zu haben. Doch die Situation hat sich gewandelt. Der Verbund um die Trainerin Anja Itterheim hatte erst vor neun Tagen mit dem 30:29-Sieg beim Tabellenzweiten FA Göppingen II wieder aufgeschlossen zum Führungsduo. Und am Sonntagabend gewann er beim Ligaprimus HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II mit 31:26 (13:14) und steckt nun wieder mittendrin im Kampf um die begehrten Plätze. „Wir haben die Gegnerinnen speziell nach der Pause zu Fehlern gezwungen und dann unser Tempospiel umgesetzt. Das war genial, wir haben sie überrannt“, sagte Anja Itterheim, die noch bis zum Ende dieser Saison gemeinsam mit Jürgen Krause und dem Torwarttrainer Thomas Rost für die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen verantwortlich zeichnet.
Der Erfolg in der Rembrandthalle in Stuttgart-Möhringen ist deshalb besonders hoch zu bewerten, als die Gäste in der 20. Spielminute einen Schreckmoment überstehen mussten. Linda Leukert verletzte sich am Knie, und das Team überlegte kurz, ob es weiterspielen sollte. Doch dann folgte ein Jetzt-erst-recht-Moment. Anstatt in Schockstarre zu verfallen, zeigten die HC-Handballerinnen ihre Topform. Aus der Pause waren sie mit einem Rückstand gekommen, doch dann waren sie nicht mehr zu bremsen. „Vor dieser Leistung kann ich einfach nur den Hut ziehen“, sagte die Trainerin Anja Itterheim, die in Möhringen verletzungsbedingt eh schon auf Sara Kuhrt, Hanna Hojczyk und auch auf Anni Horn verzichten musste.
Dieser Auswärtssieg ist nicht auf Einzelaktionen zurückzuführen; es war eine bemerkenswerte Vorstellung des ganzen Teams. Klar, Larissa Bürkle war wieder mal die Treffsicherste, doch auch Silke Lutz, Nicola David oder Jennifer Holthausen zählten zu den besten Werferinnen. Im Klassement der Regionalliga hat sich indes auf den ersten Blick noch nicht viel getan, der HC Schmiden/Oeffingen steht immer noch auf dem dritten Platz. Doch das Team ist jetzt wieder mittendrin im Kampf um die Aufstiegsrunde.
HC Schmiden/Oeffingen: Schmid, Hoffrichter – Bürkle (10/1), Lutz (5), Nicola David (4), Holthausen (3), Awad (2), Ehrhardt (2), Gaiser (2), Leukert (2/2), Haase (1), Baur, Epp, Kienzlen, Markovic.