Linda Leukert (rechts) und der HC Schmiden/Oeffingen wollen sich auch im Gipfeltreffen gegen Schutterwald nicht aufhalten lassen. Foto: Archiv Günter Schmid

Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen empfangen am Samstag zum Regionalliga-Spitzenspiel den punktgleichen Zweitplatzierten TuS Schutterwald.

Es sind drei Dinge, die die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen und die des TuS Schutterwald aktuell gemein haben. Beide Vertreter der Handball-Regionalliga-Baden-Württemberg haben erst zwei Minuspunkte auf dem Konto, beide haben sich schon vorzeitig für die Aufstiegsrunde zur 3. Bundesliga qualifiziert und beide stehen sich an diesem Samstag, 20 Uhr, in der Sporthalle am Schulzentrum in Schmiden gegenüber.

 

Bei den samstäglichen Kontrahenten handelte es sich um die Dominatoren der Runde. Dementsprechend hat das kommende Duell finalen Charakter, geht es um die Meisterschaft in der Regionalliga. Auch wenn nach dem Gipfeltreffen für Schmiden noch drei, für Schutterwald noch vier Saisonspiele anstehen, dürfte sich das Titelrennen am Samstag entscheiden – zu souverän sind die beiden Teams in der bisherigen Spielzeit unterwegs, folgende Ausrutscher scheinen ausgeschlossen. Und für Schmidens Coach Sven Bühler steht fest: „Wir wollen die Tabellenführung verteidigen und uns den Titel sichern“, sagt er. Gute Erinnerungen haben er und seine Belegschaft an das Hinspiel in Schutterwald. Mit 31:21 siegte der HC überraschend souverän. Mit einer derart klaren Angelegenheit rechnet der Übungsleiter dieses Mal nicht, vielmehr mit „einer ganz engen Kiste“. Zwar hat der Ex-Drittligist den HC damals unterschätzt, aber „wir haben auch eine tolle Abwehr gestellt und unsere Tempogegenstöße meist erfolgreich abgeschlossen“, blickt Bühler zurück. Ähnlich sieht denn auch der Matchplan für die Samstags-Partie aus.

Über einen starken Abwehrverbund in Verbindung mit Torfrau Michelle Hoffrichter macht sich der HC-Coach dabei keine Sorgen, das haben die Seinen über die gesamte Saison bewiesen, haben sie doch die wenigsten Gegentore kassiert. Auch der Angriff weist zwar den Liga-Topwert auf, jedoch verwerfe man immer noch zu viele klare Möglichkeiten. Ein Aspekt, den sich der Tabellenführer gegen den punktgleichen Verfolger nicht leisten darf. „Chancen werden wir uns viele erspielen, da mache ich mir keine Gedanken, aber wir müssen sie auch konsequenter verwerten als in der Vergangenheit. Das wird zwingend für einen Sieg gegen Schutterwald sein.“

Darüber gelte es – wie im Hinspiel sehr gut gelungen – den Schutterwalder Dreh- und Angelpunkt, Mittelspielerin Nadja Kaufmann, an die kurze Leine zu nehmen. Sie erzielte einst im November 2024 sieben Tore, doch es sei gelungen, sie daran zu hindern, ihre Mitspielerinnen durch gute Anspiele ins Szene zu setzen. Eine Sonderbewachung wird Kaufmann erneut nicht bekommen, vielmehr im gewohnten 6:0-Deckungsverbund wollen die HC-Spielerinnen versuchen, Kaufmann aus dem Spiel zu nehmen. Wobei die Gastgeberinnen nicht nur auf den Gegner schauen, sondern auch selbst – aufgrund der staken Saison – zuversichtlich ins Endspiel gehen. „Wir sind absolut gefestigt und auch personell gibt es keinen Grund zur Sorge“, konstatiert Bühler. Einige Spielerinnen hätten während der Woche zwar gekränkelt, doch für Samstag gelte wohl für alle. „Egal, wie verschnupft sie sind, sie wollen auf jeden Fall alle dabei sein.“

Und durch einen Sieg dafür sorgen, dass zumindest ein Ding nicht mehr beide Teams gemein haben: das Konto mit nur zwei Minuspunkten.