Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen verlieren das Heimspiel gegen den TSV Bönnigheim mit 22:26 (10:12).
Sven Bühler hat nach der Schlusssirene am Samstagnachmittag in der Oeffinger Sporthalle nicht lange um den heißen Brei herumgeredet: „Mit dieser Chancenverwertung kann man kein Spiel gewinnen“, sagte der Trainer der Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen. Kurz zuvor hatte seine Entourage mit 22:26 (10:12) das Nachsehen gegen den TSV Bönnigheim gehabt. Es war die erste Niederlage des bislang verlustpunktfreien Spitzenreiters in dieser Saison. Und der sechste Sieg in Folge für die Gäste. Besonders bitter für Bühler: Das Team, das am Ende jubelnd im Kreis hüpfte, war jenes, das er selbst noch vor seinem Engagement beim HC angeleitet hatte. Und auch seinerzeit war er als Coach der geschlagene. So hatte der TSV das Auftaktspiel in der Saison 2023/2024 mit Bühler als Coach – damals noch in der Baden-Württemberg-Oberliga – beim HC mit 27:38 verloren. Knapp zwei Monate später übernahm Bühler dann selbst das Zepter beim HC und löste Steffen Irmer-Giffoni ab.
Die TSV-Torfrau war kaum zu überwinden
Bei den beiden Liga-Duellen danach gab es zwei Siege für den HC, im dritten nun die Niederlage, die nach Aussage von Bühler nicht hätte sein müssen. Denn auch wenn die HC-Abwehr schon bessere Tage gesehen hatte, 26 Gegentore sind nicht viel, „da muss du, noch dazu in eigener Halle, gewinnen“, sagt Bühler. Doch weil die Seinen im Angriff immer wieder an der TSV-Torfrau Dominika Baranski scheiterten – sie hatte am Ende eine Quote von knapp 60 Prozent gehaltener Bälle –, standen den 26 Gegentoren nur 22 eigene Treffer gegenüber. So wenig hat der HC nur einmal in dieser Saison geworfen. Im Saisonauftaktspiel gegen die HSG Leinfelden-Echterdingen. Mit dem Unterschied, dass im vergangenen September die Ausbeute zu einem 22:16-Erfolg reichte.
Der TV Nellingen hat sein Team zurückgezogen
Schon am vorvergangenen Wochenende hatten die HC-Spielerinnen beim Sieg gegen den SV Hohenacker-Neustadt viele Tormöglichkeiten ausgelassen – und trotzdem mit 34:14 gegen den designierten Absteiger gewonnen. Diesmal haben die Spielerinnen ihre Fahrlässigkeit mit einer Niederlage bezahlen müssen. Die freilich wiegt nicht schwer. Für die Aufstiegsrunde ist der HC bereits sicher qualifiziert. Denn nachdem der TV Nellingen vergangene Woche sein Team wegen Personalmangels zurückgezogen hat und alle Spiele annulliert wurden, kann die derzeit drittplatzierte Sport-Union Neckarsulm II nicht mehr am HC vorbeiziehen.
Ohne Investition geht es nicht
Und vielleicht war die Niederlage im Hinblick auf die Saisonverlängerung ja auch der entscheidende Schuss vor den Bug. „Spätestens jetzt muss allen klar sein, dass man für einen Sieg immer viel investieren muss“, sagt Bühler. Und dass es eben in der Regionalliga auch deutlich bessere Gegner als den SV Hohenacker-Neustadt oder den TSV Heiningen gibt, die der HC je zweimal deutlich aus der Halle gefegt hat.
Der nächste Härtetest steht für den HC bereits am kommenden Samstag an, wenn um 17 Uhr die Auswärtspartie beim TuS Steißlingen angepfiffen wird. Das Hinspiel gewann das Bühler-Team mit 28:26. Wenn ein neuerlicher Sieg gegen den Drittliga-Absteiger herausspringen soll, muss sich das HC-Ensemble gehörig steigern.
HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter, Schmid – Leukert (6/2), Hojczyk (6), Bürkle (4), Kuhrt (3), David (1), Baur (1), Gaiser (1), Kirr, Kienzlen, Ehrhardt, Matziol, Lutz.