Oberligist SV Leonberg/Eltingen unterliegt TuS Schutterwald unglücklich mit 29:32 – der Nachfolger von Trainer Zoran Stavreski soll in dieser Woche präsentiert werden.
Eine Woche nach dem glanzvollen Auswärtssieg beim Tabellenführer TSV Schmiden haben die Oberliga-Handballer des SV Leonberg/Eltingen einen Rückschlag erlitten. Trotz intensiver Anfeuerung durch die Vereins-Fußballer unterlag der SV dem Kellerkind TuS Schutterwald nach einem sehr unglücklichen Auftritt mit 29:32 (13:18). Möglicherweise war die Hängepartie auf der Trainerposition ein Grund für die Leistung, einige SV-Akteure wirkten übermotiviert und blieben unter ihrem üblichen Leistungsniveau.
Die Gastgeber hatten einen katastrophalen Start in die Partie und lagen nach zehn Minuten 3:9 zurück. Dies lag zum einen daran, dass Spielmacher Chris Hönig die ersten zehn Minuten der Begegnung verpasste, weil er noch beim Heimspiel seiner Denkendorfer Frauen als Trainer gefragt gewesen war. Zum anderen scheiterten die SV-Akteure immer wieder an Schutterwalds Torhüter Niklas Weber, der zwölf freie Würfe parierte.
SV-Torhüter tun sich zu Beginn schwer
Auf der anderen Seite bekamen die SV-Schlussmänner Joshua Denk und Hoang Vu in der Anfangsphase kaum eine Hand an den Ball. Da sich die Gastgeber zudem im Angriff einige technische Fehler leisteten, lag der TuS trotz zweifacher Unterzahl nach zehn Minuten mit sechs Toren vorne. Über eine starke Abwehrleistung kämpfte sich der SV bis auf 13:15 (25.) heran, lag aber zur Pause wieder mit sechs Toren zurück – auch, weil Felix Wiederhöft bei zwei Siebenmetern Nerven zeigte.
In der zweiten Halbzeit saugte sich der SV Leonberg/Eltingen Tor um Tor an den Tus Schutterwald heran und schaffte beim 26:26 nach 52 Minuten den Ausgleich, obwohl Christoph Hönig mit einem weiteren Siebenmeter an TuS-Keeper Weber gescheitert war. Das Momentum konnten die Gastgeber aber nicht nutzen, da sie in der Schlussphase zu viel in Unterzahl agieren mussten – eine Zeitstrafe gab es wegen Meckerns.
„Wir haben nicht auf die Platte gebracht, was uns in Schmiden ausgezeichnet hat“, meinte Rafet Oral. Der Vater von SV-Spieler Yannik Oral, Trainer der weiblichen Kornwestheimer A-Jugend, hatte vergangene Woche ausgeholfen. Die Hängepartie um die Nachfolge von Zoran Stavreski scheint zu Ende zu sein: Diese Woche wollen die Handballer den neuen Coach präsentieren. SV Leonberg/Eltingen: Denk, Vu; Hönig (9/5), Wiederhöft (6), Oral (6), Hönninger (2), Bolkart (2), Kutzner (1), Wanner (1), Salathe (1), Laib (1), Schreiner, Kost, Fatnassi.